Neuer Schulzweig in der Handelsschule Frauenkirchen. Handelsschule Frauenkirchen spezialisiert sich auf „Gesundheitsökonomie“ und die Krankenpflegeschule hat neue Direktorin.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 26. Januar 2018 (05:00)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Vorgestellt. Bürgermeister Josef Ziniel, HAK/HAS-Direktorin Emilie Toppel und Hannes Schmid, Expositur-Leiter der Schule für Sozialbetreuungsberufe in Frauenkirchen präsentieren Landeshauptmann Hans Niessl (2.v.li.) einen neuen Schulzweig in der Handelsschule.
BVZ

In der Handelsschule wird es mit dem Schuljahr 2018/19 einen neuen Zweig mit dem Schwerpunkt „Gesundheitsökonomie“ geben. Die dreijährige kaufmännische Ausbildung soll den Einstieg in die Schule für Sozialbetreuungsberufe (SOB) erleichtern.

Die Idee sei es, mit dem neuen Schulzweig eine sinnvolle Überbrückung zu schaffen, denn in die Schule für Sozialbetreuungsberufe könne man erst mit 17 Jahren einsteigen, erklärt Hannes Schmid. Er leitet die Expositur der SOB Pinkafeld, die seit diesem Schuljahr in Frauenkirchen situiert ist. „Mein Wunsch war es ursprünglich, dass schon 14-Jährige in die SOB einsteigen können. Das ist leider nicht möglich. Beginnen die Jugendlichen erst einmal eine Lehre, finden sie aber sehr schwer den Weg in die Ausbildung für Sozialberufe“, erklärt Schmid.

Kaufmännische Ausbildung mit Sozialberufe-Schwerpunkt

Mit dem neuen Zweig „Gesundheitsökonomie“ in der Handelsschule Frauenkirchen wird den Jugendlichen die Möglichkeit gegeben, eine kaufmännische Ausbildung zu erlangen, die gleichzeitig ihren Schwerpunkt auf Sozialberufe legt. Das Pflichtpraktikum soll etwa in der Verwaltung von Pflegeeinrichtungen absolviert werden, die Übungsfirmen im Unterricht werden sich an sozialen Einrichtungen orientieren.

Nach der dreijährigen Ausbildung können die Schüler in die SOB einsteigen. Der Vorteil: Die Schüler sind mit Sozialberufen bereits in Kontakt gekommen, die Schule ist am gleichen Standort und die Schüler können sich diverse Pflichtgegenstände anrechnen lassen. Für Schmid eine ideale Symbiose zwischen Handelsschule und der Schule für Sozialbetreuungsberufe: „Nach einer fünfjährigen Ausbildung - drei Jahre Handelsschule und zwei Jahre SOB - haben die Schüler zwei Berufsabschlüsse.“

Schulstandort mit „sozialer Ader“

Mit dem neuen Zweig in der Handelsschule erweitert die Schulstadt Frauenkirchen ihre Ausbildungsmöglichkeiten im Bereich der Sozialberufe. Neben der Expositur der Schule für Sozialbetreuungsberufe (SOB) Pinkafeld, ist in der Stadtgemeinde auch die Expositur der Oberwarter Schule für Allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege angesiedelt. Letztere lud am Freitag zum Tag der offenen Tür (siehe Seite 28). In diesem Rahmen stellte sich die neue Direktorin Martina Reicher vor.

„Herausfordernd, aber bereichernd“

Die Rudersdorferin leitet seit Jahresbeginn die Schule in Oberwart und deren Expositur in Frauenkirchen. Der Pflegeberuf sei ein herausfordernder, aber bereichernder Job. In der Ausbildung würden die Schüler die Mittel mitbekommen, die es ermöglichen auch mit schwierigen Situationen umzugehen, sagte Reicher. Auf die Frage, welche Eigenschaften man für Pflegeberufe mitbringen müsse, antwortet Reicher prompt: „Eine soziale Ader und die Leidenschaft gerne mit Menschen zu arbeiten, ist wichtig. Rein die fachlich richtige Ausführung reicht nicht.“

Insgesamt werden derzeit an den beiden Standorten 160 Schüler und Schülerinnen zu diplomierten Pflegepersonal oder Pflegefachassistenten ausgebildet, alleine in Frauenkirchen sind es 41.