Gattendorf: Neue Rettungsstelle samt Ordi soll Mediziner locken

Neo-Bürgermeister Ranits (ÖVP) nimmt sein erstes großes Projekt in Angriff.

Erstellt am 16. Dezember 2021 | 04:03
Lesezeit: 2 Min
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Bürgermeister Thomas Ranits präsentiert stolz seine neuen Pläne für sein Projekt, welches das Gesundheitswesen in seiner Gemeinde voranbringen und Vorteile für junge Einwohner bringen soll.
Foto: Gottfried

Die Gemeinde Gattendorf bekommt in der Bahnstraße 3 einen ganz besonderen Neubau - nämlich einen mit einer dreifachen Funktion.

Nachdem die Gemeinde schon lange versucht, einen neuen Arzt oder eine neue Ärztin zu finden, startet Bürgermeister Thomas Ranits ein neues Projekt, mit welchem er gleich mehrere Thematiken auf einen Schlag angeht. Nach langen Gesprächen mit dem Roten Kreuz wurde beschlossen, die Zusammenarbeit zu intensivieren und in dem Neubau unter anderem ein Einsatzfahrzeug inklusive Rettungssanitäter zu stationieren. Diese werden von Gattendorf aus agieren und damit nicht nur einen Mehrwert für die Gattendorfer Bevölkerung, sondern dank schnellerer Hilfe durch den Rettungsdienst auch für das Umland einen positiven Effekt haben.

Neue Ordination für einen zukünftigen Arzt

Außerdem wird in diesem Neubau auch eine Ordination für Allgemeinmedizin mit ungefähr 150 Quadratmetern integriert werden. Trotz intensiver Suche hat Gattendorf bis dato allerdings keinen Allgemeinmediziner in Aussicht. Bis vor Kurzem gab es einen interessierten Arzt, welcher der Gemeinde dann aber kurzfristig doch noch eine Absage erteilte. Diese nun neu gebauten Räumlichkeiten werden dem zukünftigen Allgemeinmediziner von der Gemeinde mietfrei zur Verfügung gestellt.

Starterwohnungen für junge Erwachsene

„Die dritte Säule in dem Projekt ist, dass im Obergeschoss Starterwohnungen für unsere Gattendorfer Jugend inkludiert werden“, verkündet Bürgermeister Thomas Ranits. Damit ist auch kostengünstiger Wohnraum für Junge verfügbar. Diese Idee soll die ersten Schritte in das Erwachsenenleben beziehungsweise in ein eigenes Leben erleichtern.

Das Grundstück gehört bereits der Gemeinde und der darauf befindliche Bauhof soll abgerissen werden. Dem Bürgermeister ist es wichtig, dass sich das neue Gebäude auch architektonisch in das Ortsbild einfügt. Nachdem die gemeinsame Planungsphase mit dem Roten Kreuz und der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft im ersten Halbjahr 2022 abgeschlossen ist, ist der Baustart für die zweite Jahreshälfte 2022 und die Fertigstellung für 2023 geplant.