Kreuzung zum Güterweg: Diskussion um 70er. Bezirks-FPÖ spricht sich für eine Volksbefragung zur umstrittenen Geschwindigkeitsbeschränkung bei Gols aus.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 14. November 2018 (09:57)
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Landesrat Alexander Petschnig: „An Fleiß und Zug zum Ziel mangelt es den Burgenländern auf gar keinen Fall.“ Foto: Millendorfer
Wolfgang Millendorfer

Im Zuge des Klubtages der FPÖ Burgenland am 07. November im Bezirk Neusiedl am See besichtigte die Spitze der Bezirkspartei auch die umstrittene 70er Beschränkung auf der L205 bei der Kreuzung zum Güterweg Gols. Nach einem Motorradunfall mit zwei Verkehrstoten wurde damals diese Beschränkung eingeführt und sorgt seitdem für hitzige Diskussionen bis in den Landtag hinein.

Immer wieder hört FPÖ-Bezirksobmann Landesrat Alexander Petschnig in Gesprächen mit der Bevölkerung, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung in diesem Bereich ein diskutiertes Thema ist. Es gäbe unterschiedliche Meinungen, sagt er auf Anfrage der BVZ: „Die einen befürworten den 70er, die anderen sind deswegen verärgert.“

Die Golser etwa seien eher für eine Geschwindigkeitsbegrenzung glaubt FPÖ-Landtagsabgeordnete Karin Stampfel. „Obwohl uns von der Exekutive mitgeteilt wurde, dass es keine Beschwerden diesbezüglich von Seiten der Bevölkerung gibt, wird dieses Thema von gewissen Vertretern anderer Fraktionen immer wieder gerne aufgegriffen, um Stimmung gegen die Landesregierung zu machen“ berichtet Karin Stampfel.

„Wir wollen dieses Thema nun gleich zum Anlass nehmen, um eines unserer politischen Hauptanliegen, nämlich die Bürgerbeteiligung und Bürgereinbindung in unserem Bezirk, auch in der Praxis umzusetzen“Landesrat und Bezirksparteiobmann Alexander Petschnig

„Wir wollen dieses Thema nun gleich zum Anlass nehmen, um eines unserer politischen Hauptanliegen, nämlich die Bürgerbeteiligung und Bürgereinbindung in unserem Bezirk, auch in der Praxis umzusetzen“, so Landesrat und Bezirksparteiobmann Alexander Petschnig.

„Aus diesem Grund möchten wir uns jetzt für eine bezirksweite Volksbefragung zu diesem Thema einsetzen. Die Bevölkerung soll uns in einem offiziellen Referendum sagen, ob sie diese 70er Beschränkung für sinnvoll hält und beibehalten möchte, oder ob sie diese als nutzloses Ärgernis wahrnimmt, welches abgeschafft gehört. Den Ausgang dieser Abstimmung, ganz gleich wie diese ausgehen sollte, sehen wir dann als bindend an und würden ihn selbstverständlich zeitnahe umsetzen“, verspricht der FPÖ-Bezirksobmann.

Sowohl für Landesrat Petschnig als auch für Landtagsabgeordnete Stampfel ist eine bezirksweite Volksbefragung zu diesem Thema ein adäquates Mittel, um die Stimmung auszuloten. Beide sprechen sich für mehr direkte Demokratie aus.

Der 2. Landtagspräsident Rudolf Strommer (ÖVP) kritisiert schon seit längerer Zeit die 70er-Beschränkung auf der L205. „Wenn es zu einer Abstimmung kommt, werde ich auf jeden Fall daran teilnehmen. Ich befände es aber für klüger, gleich bauliche Maßnahmen zu tätigen, sodass der 70er gar keine Diskussionsbasis mehr darstellen kann“, so Rudolf Strommer auf Anfrage der BVZ.