Deutsch Jahrndorf/Pama: ÖVP fordert Fahrverbot. ÖVP Pama und ÖVP Deutsch Jahrndorf stellen Anträge, um ein Fahrverbot auf der L202 zu erwirken.

Von Saskia Jahn. Erstellt am 05. September 2021 (06:11)
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ÖVP-Lokalaugenschein. Viktoria Potz-Bartolich, Marianne Kaiserseder und Hans-Jürgen Werdenich bei der Grenzübergangsstelle.
Volkspartei Burgenland

Die beiden ÖVP-Ortsparteien Pama und Deutsch Jahrndorf fordern die SPÖ-Bürgermeister der Gemeinden auf, ein Fahrverbot auf der L202 bei der Bezirkshauptmannschaft und dem für Straßenpolizei zuständigen Landesrat Dorner anzuregen und per Verordnung zu erwirken.

Vor über einem Jahr wurde die Fahrbahn zwischen Deutsch Jahrndorf und der Staatsgrenze (L202) fertiggestellt (die BVZ hat berichtet), nun seien die Einwohner von Pama und Deutsch Jahrndorf mit einer massiven Steigerung des Verkehrsaufkommens konfrontiert. „Pendler aus dem Ausland und Durchreisende nutzen statt der Autobahn die L202. Wir stellen Anträge, die ein Fahrverbot, ausgenommen landwirtschaftlicher Verkehr und Fahrräder, anregen und erwirken sollen“, erklären Gemeindevorständin Viktoria Potz-Bartolich (Pama), Ortsparteiobfrau Marianne Kaiserseder (Deutsch Jahrndorf) und Vizebürgermeister Hans-Jürgen Werdenich (Pama) unisono.

Das stark gestiegene Verkehrsaufkommen habe direkte, negative Auswirkungen auf die Lebensqualität der Bürger. Aus diesem Grund fordern die beiden ÖVP-Ortsparteien in einem Schulterschluss die Bürgermeister zum Handeln auf. „Vor knapp zwei Jahren habe ich schon vor diesem Lückenschluss und dem daraus folgenden Grenzverkehr öffentlich gewarnt. Daher haben wir uns entschlossen, einen Antrag an den Gemeinderat zu richten, um ein Fahrverbot zu erwirken“, schildert Werdenich. „Diesem Verkehrsaufkommen muss Einhalt geboten werden“, ergänzt Kaiserseder. Das Fahrverbot solle nur an Werktagen zwischen 9 und 16 Uhr aufgehoben werden.

„Die Rechtslage für ein Fahrverbot ist eindeutig. Dieses kann nur von der zuständigen Bezirkshauptmannschaft per Verordnung erlassen werden“, so das ÖVP-Trio.