Neuer Hauptplatz in Bruckneudorf geplant

Erstellt am 10. März 2022 | 03:53
Lesezeit: 3 Min
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Foto: Bannafarsai_Stock/Shutterstock.com
Das größtes Projekt im Budget 2022.
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Im Budget 2022 stehen der Großgemeinde rund 3,4 Millionen Euro zur Verfügung. Der Betrag setzt sich einerseits aus Kommunalsteuer und Dienstleistungen (wie dem wirtschaftlichen Ertrag aus den Windrädern) zusammen und andererseits aus dem weitaus größeren Topf der Finanzwirtschaft, sprich Förderungen und gesetzlich vorgeschriebene finanzielle Unterstützungen seitens des Bundes und des Landes. Zusätzlich kann die Gemeindeverwaltung auf saftige Rücklagen in der Höhe von knapp zwei Millionen Euro (Stand: Sept. 2021) zurückgreifen, die sich laut Gemeinderat Christian Hanel (SPÖ) nicht nur auf Sparsamkeit, sondern auch auf gutes Wirtschaften zurückführen lassen. Hanel weist darauf hin, dass die Großgemeinde Bruckneudorf stets dem Prinzip folge, sämtliche Investitionen nur dann zu tätigen, wenn es die Gebarung auch zulässt. Dem Ziel, bis 2026 das letzte Darlehen und das Jahr darauf die letzten Leasingverträge zu tilgen, scheine nichts im Wege zu stehen, sofern keine unerwarteten Ereignisse eintreten.

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Gemeinderat Christian Hanel (SPÖ) ist mit dem Budget zufrieden.
Foto: Müller

Mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen in der Höhe von rund 5,4 Millionen Euro sollen heuer unter anderem folgende Investitionen getätigt werden: Sowohl Hort als auch Kindergarten sollen umgestaltet und erweitert werden. Darüber hinaus stehen Straßen- und Kanalsanierungen sowie eine Kanalerweiterung in der Lagerstraße auf der Agenda. Im Straßenbau soll eine Zufahrtsstraße zur neuen Volksschule in der Erbse errichtet werden. Als größtes Projekt stehen der Gemeinde Umbauten und Sanierungen rund um die Volksschule und den neuen Hauptplatz samt neuem Gemeindezentrum ins Haus.

Das Investitionsvolumen aller Projekte umfasst rund 2,4 Millionen Euro. Nach Gegenrechnung mit Kostenbeiträgen, Förderungen und Eigenmitteln ergibt sich eine Deckung in der Höhe von rund zwei Millionen Euro. Dadurch beläuft sich die effektive Belastung des Gemeindebudgets auf rund 350.000 Euro. Bezieht man die Mittel aus dem vom Bund geförderten KIP (= Kommunales Investitionsprogramm 2020) mit ein, so reduziert sich diese Summe nochmals.

„Ich möchte darauf hinweisen, dass es keine Lücke im Budget gibt, da wir die Ausgaben tunlichst höher kalkulieren und die Einnahmen dafür niedriger“, sagt der Bruckneudorfer „Finanzminister“ Christian Hanel. Auch FPÖ-Gemeinderat Mario Jaksch hat dem Gemeindebudget grundsätzlich zugestimmt, forderte allerdings, dass in die Ausgaben auch Investitionen für die Baumbepflanzung entlang der Parndorfer Straße und Luftfilter für die Volksschule Erbse miteinbezogen werden. Grünen-Gemeinderat Gerhard Mölk stimmte ebenfalls dafür, da es „ein solides Budget“ sei. Bei der Sitzung des Gemeindevorstandes habe er allerdings zur Sprache gebracht, dass auch Geld für zusätzliche Fahrradabstell-Anlagen bzw. die Erneuerung der vorhandenen zur Verfügung gestellt werden sollte. Seiner Forderung wurde entgegengekommen und demnächst wird eine Begehung gemeinsam mit dem verantwortlichen Vizebürgermeister Gerold Eder (SPÖ) stattfinden. Von der ÖVP war bis Redaktionsschluss kein Statement zu bekommen.

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