Podersdorfer Kindergarten setzt auf Bio-Produkte. Ziel: Bis 2024 sollen flächendeckend alle Kindergärten und Landesschulen mit Bio-Produkten versorgt werden.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 31. Juli 2019 (04:17)
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Biowende. Landesrätin Astrid Eisenkopf, Kindergartenleiterin Rita Sattler, Karina Wapp, GeKiBu-Projektverantwortliche, Landesrätin Daniela Winkler, Bürgermeisterin Michaela Wohlfart. Vorne: Kindergartenkinder Maris Szalay, Elena Knoll und Leonie Steiner.
Birgit Böhm-Ritter

Der Kindergarten der Gemeinde Podersdorf wird täglich mit gesunden frisch gekochten Speisen beliefert. Seit dem Vorjahr zeichnen die Wirte der Seewinkelstube in Podersdorf, Michael und Jürgen Lentsch, dafür verantwortlich. Sie kochen nach den Richtlinien des Programms „GeKiBu – Gesunde Kindergärten im Burgenland“.

Der Podersdorfer Kindergarten ist beim Thema Ernährung ein Vorreiter: Bis zu 70 Prozent werden Bio-Produkte verwendet, Obst und Gemüse kommen aus der Region. Gemeinsam mit den Kindern wird die Jause selbst zubereitet, es gibt jeden Tag frisches Obst. „Das Essen soll als gemeinschaftliche Aktivität erlebt werden“, sagt Kindergartenleiterin Rita Sattler.

Geht es nach den SP-Landesrätinnen Astrid Eisenkopf und Daniela Winkler, dann sollen dem Beispiel Podersdorfs noch viele Kindergärten des Landes folgen. Denn die Einführung von biologischen Produkten in Kindergärten und Schulen stelle die nächste Etappe auf dem Weg des Burgenlandes zum Bioland Nummer 1 dar.

 Bis 2024 nur noch biologische Produkte

 Bis 2021 sollen 50 Prozent, bis 2024 100 Prozent aller Kindergärten und Landesschulen mit biologischen Produkten versorgt sein. „Bio muss auf allen Ebenen ansetzen, die Biowende kann nur gemeinsam gelingen. Sie muss bereits bei unseren Kleinsten anfangen, damit bei ihnen ein Bewusstsein für gesunde Ernährung verankert wird. Im Rahmen unseres bereits vorgestellten 12 Punkte Plans sind deshalb die Schulen und Kindergärten ein wichtiger Partner in der Biowende. Damit stellen wir gesunde Ernährung für unsere Kinder sicher“, betonte Eisenkopf.

Zusätzlich zur Steigerung der Bioquote soll in Kindergärten und Landesschulen eine Biostunde pro Monat eingeführt werden. Dabei soll es um den Themenkomplex Gesunde Ernährung gehen, Bio jedoch im Fokus stehen, erläuterte Bildungslandesrätin Winkler.