Graffitikünstler Pitzer: „Ohne Schmierereien gäbe es das nicht“

Erstellt am 26. November 2022 | 05:53
Lesezeit: 2 Min
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Künstler Johannes Pitzer mit Werner Zechmeister vor dem riesigen Wandgemälde auf der Lagerhalle neben dem Lagerhaus in Halbturn.
Foto: Zwinger
Graffitis können viele Formen annehmen. Der Halbturner Johannes Pitzer hat zuletzt die Wand einer Lagerhalle in ein Kunstwerk verwandelt.
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Johannes Pitzer aus Halbturn ist selbstständiger Künstler in einem Feld, das in der breiten Öffentlichkeit keinen sonderlich guten Ruf genießt. Graffitis werden oft mit beschmierten Häuserwänden oder Zuggarnituren assoziiert. Sogenannte „Tags“, also Schriftzüge der jeweiligen Sprayer, die beispielsweise in Wien tausendfach zu finden sind, ziehen besonderen Argwohn auf sich.

Pitzers Kunst schlägt allerdings in eine gänzlich andere Kerbe. Er kreiert unter anderem riesige Kunstwerke auf Hauswänden und meint, „ohne das eine würde es das andere auch nicht geben“.

Dieser Tage hat er in Halbturn innerhalb von drei Wochen ein zwölf Meter hohes und zehn Meter breites Wandgemälde auf einer Lagerhalle der Kirschner & Zechmeister GmbH angefertigt, sein erstes Soloprojekt in dieser Größenordnung. Ein derartiges Unterfangen nimmt er allerdings nicht freihändig in Angriff. „Tatsächlich wird eine digitale Skizze am Computer erstellt, gerastert, mit einer Schlagschnur auf die Gebäudewand übertragen und dann Stück für Stück auf einer Hebebühne gearbeitet“, so der 34-jährige Halbturner.

Anfangs werde man bei derartigen Projekten von der Bevölkerung zwar skeptisch beäugt, aber je weiter das Projekt voranschreitet und je mehr man vom Kunstwerk erkennen kann, desto mehr Zustimmung bekommt man dann auch. Als nächstes Projekt wartet ein schreiendes Gesicht für die „WeinX1 Greisslerei“ in Jois auf einer 1,5 x 2 Meter großen Doka-Platte. Die neuesten Werke von Johannes Pitzer alias „bizaarr“ können auf seiner Webseite www.bizaarr.com oder auf Instagram unter @_bizaarr verfolgt werden.

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