Hitzewelle kommt angerollt. Temperaturen über 30 Grad machen Mensch und Landwirtschaft zu schaffen. Es heißt: „Viel trinken!“

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 26. Juni 2019 (04:00)
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Lieselotte, Niklas, Theo und Clemens machen es richtig: Im Schwimmbad lässt sich die Hitze dieser Tage einfach am besten ertragen. 
Erwin Wodicka

Das Wochenende hat uns ein paar Regengüsse und eine kleine Abkühlung gebracht. Die Hitze mit Temperaturen jenseits der 30 Grad hat sich aber nur eine kurze Auszeit genommen. Laut Wettervorhersage der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) erwartet uns in dieser Woche die nächste Hitzewelle. Um die heißen Tage gut zu überstehen, gibt das Rote Kreuz Tipps aus.

Die hohen Temperaturen belasten den menschlichen Organismus, befolgt man aber ein paar Regeln, sind die Hitzetage gut zu überstehen. Tipp Nummer eins: Viel trinken! Weitere Tipps siehe unten.

Für Ernte sind hohe Temperaturen ebenfalls belastend

Auch die landwirtschaftlichen Kulturen haben mit den hohen Temperaturen zu kämpfen. „Zeigt das Thermometer mehr als 30 Grad, verlangsamen die Kulturen ihr Wachstum, um Energie zu sparen“, erklärt Alfred Brasch, Bezirksreferent in der Burgenländischen Landwirtschaftskammer.

Bei Getreidekulturen könne es zu Schrumpfkörnern kommen, außerdem könnte durch die Hitze der Ernteertrag geringer ausfallen. „Ob das der Fall ist, wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Die Ernte der Wintergerste hat bereits begonnen, Raps und Weizen wird in den nächsten zehn bis 14 Tagen gedroschen“, sagt Brasch.

Intensiver Einsatz von Wasser

Um trotz Hitze Ertrag und Qualität liefern zu können, bewässern die Bauern im Bezirk derzeit ihre Felder auf Hochtouren. Kulturen wie zum Beispiel Mais, Zuckerrübe, Sonnenblume und Erdäpfel haben vermehrten Wasserbedarf.

„Bewässert wird aber ressourcenschonend“ betont Brasch, „abends und nachts, wenn die Verdunstung geringer ist.“ Das Wasser kommt größtenteils aus eigenen Brunnen für die Landwirtschaft und nicht aus dem Netz des Wasserleitungsverbandes Nord (WLV), der die Trinkwasserversorgung im Landesnorden regelt.

Diese stehe auf guten Beinen, wie Obmann Gerhard Zapfl versichert. „Trotz anhaltender Hitze ist die Wasserversorgung garantiert“, sagt er. Einschränkungen, wie es sie in anderen Landesteilen gibt - etwa beim Gießen - sind im Nordburgenland nicht in Sicht.“ Der WLV Nord habe bereits 2003 begonnen, Strategien für heißeres Klima zu entwickeln.