Der Nationalpark geht in die Schule. Der Bildungscluster Illmitz/Apetlon soll im kommenden Herbst als einzigartiger Nationalparkcluster geführt werden.

Von Bettina Deutsch. Erstellt am 27. Januar 2019 (04:00)
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Neue Partnerschaft. Bürgermeister Alois Wegleitner, Bürgermeister Ronald Payer, Clusterleiterin Brigitte Maria Renner, Bildungsdirektor Heinz Josef Zitz, Landeschef Hans Niessl, Landesrätin Astrid Eisenkopf und Nationalparkdirektor Johannes Ehrenfeldner bei der Präsentation des neuen Ökokonzeptes.
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26 Jahre Erfolgsgeschichte Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel werden mittlerweile geschrieben, nun soll das kostbare Naturjuwel institutionell in das heimische Bildungssystem Einzug finden. Ab dem kommenden Herbst werden die Schüler des erst im September gestarteten Pilotclusters (Volkschule Illmitz, Volksschule Apetlon, Neue Mittelschule Illmitz) umfassend von der Natur vor der Haustür profitieren können.

„Kooperationen mit den Bildungseinrichtungen gab es schon immer. Umso mehr freut es uns natürlich, dass nun mit der verstärkten Einbindung der Ökopädagogik ein grundlegender Bildungsauftrag erteilt wurde“ sagt Nationalparkdirektor Johannes Ehrenfeldner.

Auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Ökopädagogischen Zentrum des Nationalparks blickt man bereits in der Volksschule Illmitz zurück, weshalb die Bildungsinstitution mittlerweile als Nationalpark-Volksschule geführt wird. Ab dem kommenden Schuljahr sollen auch die Schüler aus Apetlon sowie die Jugendlichen der Neuen Mittelschule Illmitz in das Ökokonzept mitaufgenommen werden.

Vom Klassenzimmer in die freie Natur

Konkret geht es darum, Themen wie Umweltschutz, Klimaschutz, Nachhaltigkeit sowie der umfassenden Artenvielfalt Raum zu geben, den Nationalpark zum Ort des Lernens umzufunktionieren und den Schülern schließlich das Rüstzeug für den Arbeitsmarkt mitzugeben.

Der Fokus wird vorrangig auf den Fächern Geographie, Physik, Biologie sowie dem Werk-Unterricht liegen, die Wissensvermittlung in Theorie und Praxis mittels kontinuierlicher Projektvormittage vonstattengehen. „Für das Vorhaben wurden Konzepte für jede Schulstufe entwickelt, ein nahtloser Übergang vom sechsten bis zum 14-ten Lebensalter wird somit gewährt und damit vielleicht die nächste Generation von NationalparkVertretern geschaffen“, berichtet Bildungsdirektor Heinz Josef Zitz.

Über die bevorstehende Kooperation erfreut zeigen sich neben Clusterleiterin Brigitte Maria Renner auch Landeshauptmann Hans Niessl und Landesrätin Astrid Eisenkopf. „Die Natur vor unserer Haustür gilt es zu schützen und zu nützen. Nur ein verantwortungsvoller Umgang sowie die kontinuierliche Sensibilisierung bringen langfristige Effekte, die eine Win-Win-Situation für alle ermöglicht. Die enge Kooperation mit den Vertretern des Nationalparks stellt eine Bereicherung für die Gemeinden selbst sowie einen Meilenstein für unsere Natur dar“, ist sich die Landesspitze sicher.

Im Rahmen der Umsetzung soll die Bildungsinstitution im kommenden Herbst auch vom Bildungscluster zum „Nationalparkcluster Illmitz/Apetlon“ umbenannt werden.