Wein aus Blutmond-Nacht. Winzer Willi Opitz nutzte die „interstellare Kraft“ des Blutmondes, um erlesene Schilftrauben zu pressen.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 23. Januar 2019 (04:52)
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Besonderes Prozedere. Winzer Willi Opitz ist stolz auf seine „interstellare“ Produktion. 
Martin Trenkler

In der Morgenröte des 21. Jänners wurden im Schein des Blutmondes Trauben gepresst. Der prämierte Weinproduzent Willi Opitz nutzte die totale Mondfinsternis, um seiner Erfindung, dem Schilfwein, in diesem Jahr eine besondere Note zu verleihen.

Nach knapp einem halben Jahr Lagerung auf Schilf war der richtige Zeitpunkt gekommen, die gesunden Schilfweintrauben zu verarbeiten. „Wir haben die Blutmond-Nacht ausgewählt, um die ganze Kraft dieser interstellaren Konstellation einzufangen. Mit kleinen Hand-Korbpressen haben wir am frühen Morgen während des kosmischen Schattenspiels der totalen Mondfinsternis unsere Trauben gepresst. Der gewonnene Saft reift nun bis zum nächsten Vollmond zu einem ‚interstellaren Wein‘ heran“, beschreibt Winzer Willi Opitz seine außergewöhnliche Art der Weinproduktion.

Schilfwein: Erfindung aus dem Hause Opitz

Der Schilfwein ist ein Dessertwein aus vollreifen roten Trauben höchster Qualität, der auf Willi Opitz selbst zurückgeht. Vor der Kelterung müssen die Trauben mindestens drei Monate zum natürlichen Trocknen auf Schilf gelagert werden. Dank des pannonischen Klimas und der vielen Sonnenstunden ist es auch im Herbst und Winter im Folientunnel dafür warm genug. Heute produziert Opitz neben seinen klassischen, fruchtigen Weiß- und Rotweinen auch diesen Prädikatswein der besonderen Leseart.
Große Nachfrage nach Blutmond-Wein

Der Wein aus jener Blutmond-Nacht ist bereits vor der Fertigstellung sehr gefragt. Denn während ein normaler Qualitätswein eine Ausbeute bis zu 80 Liter aus 100 Kilo Trauben ergeben kann, gibt es hier nur um die zwölf Liter. Die Trauben werden von Hand verlesen.

„Dieser einmalige Prädikatswein ist besonders bei ‚ganzheitlich lebenden und denkenden‘ Menschen gefragt. Vorbestellungen exklusiver Vinotheken aus London und Restaurants aus aller Welt sind bereits eingegangen“, so der Winzer aus Leidenschaft.