Kittseer Schauspieler Otrok: „Erfolg ist relativ“. Der Kittseer ist mit Leib und Seele Schauspieler. Zuletzt stand er für den Film „die letzte Party deines Lebens“ vor der Kamera.

Von Saskia Jahn. Erstellt am 01. Juli 2018 (05:00)
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Der Schauspieler Thomas Otrok ist im privaten Leben genauso exzentrisch wie im Film.

Am 21. Juni fand zum wiederholten Male der „Offene Tisch“ im Gasthaus Leban in Kittsee statt. Diesmal war der aufstrebende, junge Schauspieler Thomas Otrok aus Kittsee zu Gast.

Er wurde am 15. März 1997 in Niederösterreich geboren und verbrachte seine Kindheit in Kittsee. Seine Schauspielausbildung absolvierte er von 2014 bis 2017 an der filmacademy in Wien mit Erfolg. „In der Kunst ist Erfolg relativ“, so Otrok schmunzelnd. 2017 legte er die Paritätische Bühnenreifeprüfung ab. Seine ersten schauspielerischen Erfahrungen konnte er in Projekten der Filmakademie Wien sammeln, zum Beispiel in dem Kurzfilm „Rote Flecken“.

„Ein Leben ohne Schauspielerei, wäre für mich wie ein Tag ohne Sonnenschein“

Die erste „bedeutende“ Filmrolle erhielt er 2016, im ORF/ARTE-Spielfilm „Alt, aber Polt“. 2017 stand er für den Kinofilm „die letzte Party deines Lebens“ vor der Kamera. „Ein Leben ohne Schauspielerei, wäre für mich wie ein Tag ohne Sonnenschein“, so Otrok über seine Berufung.

„Von klein auf habe ich immer alle in meiner näheren Umgebung unterhalten und belustigt. Für mich kamen die typischen Berufswünsche, wie Lokomotivführer und Polizist, nie in Frage. Seit ich denken kann, wollte ich Schauspieler werden. Schon in der Volksschule, bei meinen ersten Bühnenerfahrungen, wir führten damals ‚Die Zauberflöte‘ auf, wusste ich: Da geh‘ ich auf!“, erzählte der Schauspieler aus dem Nähkästchen.

„Die österreichische Filmszene ist für ein so kleines Land zwar groß, aber im Großen und Ganzen trotzdem klein"

In der Kunstbranche sei es wichtig, eine Agentur hinter sich zu wissen und die richtigen Leute zu kennen. „Die österreichische Filmszene ist für ein so kleines Land zwar groß, aber im Großen und Ganzen trotzdem klein. Es kann natürlich vorkommen, dass es Phasen gibt, wo sich einfach nichts tut, trotz guter Beziehungen. Das ist der schlechte Beigeschmack an diesem Beruf. Damit muss man umgehen lernen“, weiß der Künstler.

Vorbilder habe er keine. „Natürlich ist es für mich eine Bereicherung mit Schauspieler, wie Erwin Steinhauer, zusammenarbeiten zu dürfen, aber mir ist wichtig, dass ich bei mir bleib‘, mir selbst treu bleibe. Ich will keinen kopieren, sondern meine exzentrische Art und Weise in der Kunst Schauspielerei ausleben können“, so Otrok.

Langfristige Ziele seien zum einen von der Schauspielerei leben und zum anderen sagen zu können: „Ich war beim Tatort dabei“, verrät der aufstrebende Schauspieler mit viel Humor beim offenen Tisch im Gasthaus Leban in Kittsee.