Gols/Apelton: 10.000 Unterschriften für CBD

Heimische Hanfunternehmen sprechen sich für die rechtliche Absicherung von CBD-Produkten durch die Bundesregierung aus.

Erstellt am 11. Oktober 2020 | 04:55
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Foto: BVZ

Anfang Juli kündigte die EU-Kommission an, natürliches CBD als Suchtmittel zu deklarieren und somit faktisch zu verbieten. Gegen diese Entwicklung wehrt sich nun eine Initiative österreichischer Unternehmerinnen und Unternehmer mit dem Namen #CBDbleibt. Unter der Federführung zweier Hanfunternehmen aus dem Neusiedler Bezirk will die Initiative auf die Konsequenzen eines Verbots aufmerksam machen.

„Über 1.500 Jobs und eine wirtschaftlich starke Branche werden mit diesem Verbot gefährdet. Allein im Jahr 2019 wurden über 64 Millionen Euro mit CBD Produkten umgesetzt“, erläutert Martina Friedl vom Golser Unternehmen „deep nature project“.

Bereits in den ersten zwei Wochen nach Start der Initiative konnten 10.000 Unterschriften gesammelt werden. „Dieser starke Rückenwind zeigt uns, dass CBD den Österreicherinnen und Österreichern wichtig ist und vor allem die natürliche Gewinnung der Substanz den Konsumenten am Herzen liegt. Denn nur eine natürliche Produktion sichert lokale Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung“, unterstreicht Stefan Denk vom Apetloner Hanfunternehmen BioBloom.

Es gebe einen breiten Wunsch nach natürlich gewonnenem CBD in der österreichischen Bevölkerung, ist sich die Initiative sicher. Der aus Hanf gewonnene Wirkstoff wirke wohltuend und entspannend und sei definitiv kein Suchtmittel.

Die Initiative will on- und offline weiterkämpfen und eine rechtliche Absicherung für CBD-Produkte erzielen. Informationen zur Kampagne finden Sie unter www.cbdbleibt.at.

CBD ist die Abkürzung für „Cannabidiol“. Es handelt sich um einen Wirkstoff, der aus der Hanfpflanze gewonnen wird, aber im Gegensatz zu THC keinen Rauschzustand verursacht.