Schärf meldete Konkurs an. Am Montag wurden beim Landesgericht Eisenstadt Konkursverfahren über die Alexander Schärf & Söhne GmbH sowie die SCHÄRF THE ART OF COFFEE GmbH mit Sitz in Neusiedl am See und Wiener Neustadt aufgrund eines Eigenantrages eröffnet. 86 Arbeitnehmer sind betroffen. Von der Insolvenz nicht betroffen sind die Schärf Coffeeshops.

Von Birgit Böhm-Ritter. Update am 06. April 2020 (13:04)
Firmensitz der Familie Schärf in Neusiedl am See
BVZ Archiv

Das Unternehmen wurde 1960 gegründet und beschäftigt sich mit einer Kaffeerösterei, sowie dem Handel mit Tee und Trinkschokolade.  Darüber hinaus bietet Schärf Beratungs- und Planungsleistungen für Kunden im Gastronomiegewerbe an und betreibt eine Schaukaffeerösterei in Neusiedl am See.

Corona-Krise führt in den Konkurs

Die Insolvenzursachen der Alexander Schärf & Söhne Gmbh liegen in einem Umsatzrückgang von mindestens 25 Prozent des erwarteten Jahresumsatzes. Das Abgleiten in die nunmehrige Insolvenz wird auf den drastischen Umsatzeinbruch durch die COVID-19-Krise zurückgeführt. Absagen von Messen und die behördlichen Schließungen beinahe des gesamten Gastronomiebereichs führten das Familienunternehmen in ein Konkursverfahren.

Über 1.000 Gläubiger dürften laut Creditreform-Verband betroffen sein. Die Passiva betragen bei der Alexander Schärf & Söhne GmbH 9,72 Millionen Euro. Das Unternehmen soll an einen Investor veräußert werden, heißt es in einer Aussendung der Creditreform. Weitere rund 9,8 Millionen Euro sollen bei der Schärf The Art Of Coffee GmbH hinzukommen, wobei ein Großteil auf Forderungen aus dem Kreis der Gesellschafter entfällt.  

Gläubiger können ihre Forderungen bis zum 22. Juni anmelden.  

Coffeshop Filialen nicht betroffen

Die Schärf Coffeshop GmbH sowie die weiteren Gesellschaften der Familie Schärf sind von diesem Insolvenzverfahren allerdings nicht betroffen. Wie der Alpenländische Creditorenverband meldet, ist die Marke „Coffeeshop Company“  2001 in eine eigene GmbH ausgegliedert worden. Die bekannten Filialen der „Coffeeshop Company“ würden von Franchisenehmern betrieben. Die einzelnen Coffeeshop Filialen seien daher von den gegenständlichen Insolvenzen nicht betroffen.