„Die Corona-Lage ist nach wie vor angespannt“. Derzeit liegen vier COVID-Patienten auf der Intensivstation in Kittsee. Die KRAGES ruft auf, weiterhin die Maßnahmen zu befolgen.

Von Saskia Jahn. Erstellt am 12. Dezember 2020 (04:23)
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Die Arbeiten im Krankenhaus Kittsee sind bereits voll im Gange.
Birgit Machtinger

Nach herausfordernden Monaten ziehen die Burgenländischen Krankenanstalten (KRAGES) zwischenzeitlich Bilanz: Die Lage sei in allen Krankenhäusern der KRAGES, so auch in Kittsee, nach wie vor angespannt. „Speziell in den Intensivstationen haben wir nach wie vor einen hohen Belag mit COVID-Patienten. Die Zahl der intensivpflichtigen Patientinnen und Patienten war zwar in den vergangenen Tagen - ausgehend vom Höchstwert - leicht rückläufig, ist aber noch immer viel höher als in der ersten Welle im Frühjahr beziehungsweise bis Oktober“, heißt es seitens der KRAGES-Geschäftsführung.

Das Allgemein öffentliche Ladislaus Batthyány-Strattmann Krankenhaus Kittsee ist bekanntlich das kleinste KRAGES-Spital. „Aus baulichen Gründen kann man die Intensivstation - bestehend aus sechs Intensiv-Betten - nur entweder als Covid-Station oder als Non-Covid-Station führen. Wir mussten die Intensivstation in Kittsee Mitte November auf Covid switchen, um die gesamte Situation im Burgenland stemmen zu können. Wir taten dies auch in Abstimmung mit dem Leitspital des Nordburgenlandes in Eisenstadt“, lässt die KRAGES-Direktion auf Anfrage der BVZ wissen. Die Rückkehr zur Non-Covid-Intensivstation sei geplant, sobald es die Gesamtsituation hergebe. Derzeit liegen vier COVID-Patienten auf der Intensivstation in Kittsee.

Intensivpersonal ist österreichweit rar. Denn die Intensivpflege sei zeitaufwendig, ressourcenaufwendig, die Arbeit in COVID-Schutzausrüstung „extrem anstrengend“ und brauche eine spezielle Ausbildung. Speziell in der Pflege sei es notwendig gewesen, dass auch andere Stationen in Kittsee die Intensivstation unterstützen.

„Alle müssen einen Beitrag leisten“

KRAGES-Geschäftsführer Hubert Eisl hat sich unlängst persönlich davon überzeugt, wie anstrengend die Arbeit in der Intensivstation in Kittsee ist: „Ich musste den Kolleginnen und Kollegen dennoch erklären, dass noch immer alle einen Beitrag leisten müssen, um die nach wie vor große Last auf alle Krankenhäuser verteilen zu können. Wie es weitergeht, wird maßgeblich davon abhängen, wie sich die Neuinfektionen jetzt im Zuge der Lockdown-Lockerung entwickeln.“ Die Sieben-Tage-Inzidenz sei im Burgenland beispielsweise noch dreimal so hoch wie Mitte Oktober. Wenn jetzt zu viele Menschen wieder zu nachlässig würden, drohe die Gefahr, dass eine dritte Welle noch größer werde, so Eisl.