Bruckneudorf: Zukunftspläne für Truppenübungsplatz

Rund 20 Millionen Euro sollen in den nächsten Jahren in Renovierung und Modernisierung der Kaserne fließen.

Otto Havelka Erstellt am 07. März 2018 | 12:29
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Präsentierten die Zukunftspläne für den Truppenübungsplatz und betonten die gute Zusammenarbeit mit den Gemeinden: SP-Bürgermeister Gerhard Dreiszker (Bruckneudorf), Jürgen Baranyai, Kommandant der Heerestruppenschule, Gernot Gasser, Militärkommandant des Burgenlandes, TÜPl-Kommandant Franz Neuhold und SP-Bürgermeister Richard Hemmer (Bruck).
Foto: Havelka

Am Montag präsentierte das Bundesheer die Zukunftspläne für den Truppenübungsplatz (TÜPl). Rund 20 Millionen Euro werden in den nächsten drei Jahren in die Restaurierung von zwei Kreuzbauten und des Wirtschaftsgebäudes gesteckt (die BVZ berichtete). „Darüber hinaus soll auch das Angebot etwa bei Schießbahnen und Simulatoren attraktiviert werden“, erklärt der Militärkommandant des Burgenlandes, Gernot Gasser.

Mit einer Gesamtfläche von 4.400 Hektar und 250 Bediensteten gilt der Truppenübungsplatz als einer der wichtigsten Heeresstützpunkte im Osten Österreichs. Neben dem großflächigen Übungsgelände sind in der Benedek-Kaserne auch zwei Institute (Pioniere und Jäger) der Heerestruppenschule und rund 140 Assistenzeinsatzkräfte untergebracht.

Wie die BVZ bereits berichtete, sollen Letztere nun in den ehemaligen Flüchtlingscontainern ein neues Quartier finden. Damit sollen 900 Betten für Kursteilnehmer geschaffen werden. Allein im Vorjahr verzeichnete der TÜPl 137.000 Nächtigungen. Laut dem Kommandanten der Heerestruppenschule, Jürgen Baranyai, hat sich die Zahl der Kursteilnehmer in den letzten Jahren fast vervierfacht.

Für einen militärischen Stützpunkt dieser Größe sei aber auch die Zusammenarbeit mit den Gemeinden unerlässlich. So habe der TÜPl auch als „Natura 2000“-Gebiet und Naherholungsraum große Bedeutung.

Die SP-Bürgermeister Richard Hemmer (Bruck) und Gerhard Dreiszker (Bruckneudorf) betonten in diesem Zusammenhang die „gute Zusammenarbeit“, etwa bei der Freigabe von Rad- und Wanderwegen auf dem TÜPl-Gelände. „Ich will mir gar nicht vorstellen, was hier passiert, wenn das Bundesheer einmal abzieht“, lobte Hemmer das Heer auch für die Erhaltung des TÜPl als weitgehend unberührte Naturlandschaft.