Peter Karner: „Arzt zu sein, ist eine Berufung“. Der Joiser Peter Karner ist nun seit 9. März als Oberarzt im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Eisenstadt tätig.

Von Saskia Jahn. Erstellt am 09. April 2020 (04:00)
Peter Karner: Neu im Team der Oberärzte im Krankenhaus  Eisenstadt. 
Privat/Karner

Peter Karner ist in einer sehr herausfordernden Zeit zum Oberarzt ernannt worden. Mit der BVZ sprach der Joiser über seinen Werdegang, seinen „neuen“ Arbeitsalltag und über die Corona-Krise.

13 engagierte Mediziner, darunter auch Karner, wurden im Rahmen eines kürzlich veranstalteten Festaktes von Pater Prior Daniel Katzenschläger, Leiter des Konvents der Barmherzigen Brüder, und Martin Wehrschütz, Direktor des Krankenhauses Eisenstadt, zu Oberärzten ernannt. „Der Primarius der jeweiligen Abteilung bringt Vorschläge für die Ernennung zum Oberarzt ein. Es erfüllt mich also mit Stolz, dass mir dieses Vertrauen entgegengebracht wird und ich nehme die damit verbundene Verantwortung und Aufgabe gerne an. Es ist mir ein großes Anliegen, vor allem an der Ausbildung der jüngeren Kollegen mitzuwirken, unterstützend zur Seite zu stehen und mit gutem Beispiel voranzugehen“, betont der 33-jährige Joiser.

Traumberuf seit Kindertagen

Es sei schon immer sein Wunsch gewesen, Arzt zu werden. Da sein Vater ebenfalls Mediziner ist, sei er sozusagen damit aufgewachsen und „konnte von Beginn an miterleben, welche schönen Momente, aber auch welche Anforderungen dieser Beruf mit sich bringt. Vielmehr als ein Beruf ist es eine Berufung, sich der Gesundheit der Menschen zu widmen“, führt Karner weiter aus.

Nach der Absolvierung der Volksschule in seinem ursprünglichen Heimatort Schattendorf hat Peter Karner 2004 die Matura am BG Mattersburg abgelegt. Von 2005 bis 2011 studierte er an der Medizinischen Universität in Wien und promovierte 2011 zum Doktor der gesamten Heilkunde. Seinen Turnus (Ausbildung zum Arzt für Allgemeinmedizin) hat er im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt durchlaufen, wo er dann direkt im Anschluss auch seine Ausbildung zum Facharzt für Innere Medizin absolvierte. Seit genau einem Monat ist der 33-Jährige nun Oberarzt und somit für die Behandlung sowie Überwachung der Betreuung der ihm anvertrauten Patienten verantwortlich.

Sein Arbeitstag beginnt mit einer Abteilungsbesprechung, wo die relevanten Informationen ausgetauscht und somit die Dienstübergabe an die neue Dienstmannschaft erfolgt. Danach begeben sich die diensthabenden Ärzte auf ihre jeweiligen Stationen. „Ich bin zum Beispiel an der Abteilung für Onkologie tätig und behandle und betreue dort Patienten, die an Krebs erkrankt sind. Neben meiner Kernarbeitszeit muss ich auch mehrmals im Monat Nachtdienst leisten. Ich bin dann 25 Stunden durchgehend im Krankenhaus vor Ort und für die Betreuung der Patienten zuständig“, erklärt der Wahl-Joiser.

Corona-Krise: „Lage derzeit gut“

Auf die aktuelle Corona-Krise und den damit verbundenen Herausforderungen angesprochen weist Karner darauf hin, dass die Situation im Krankenhaus Eisenstadt „derzeit noch gut ist“. Es seien intern eine Reihe von Maßnahmen getroffen worden, um weiterhin eine gute Betreuung gewährleisten zu können.

„Die Herausforderung des medizinischen Personals besteht zurzeit darin, die rasche Verbreitung der Erkrankung so gut wie möglich zu verhindern und Erkrankte bestmöglich zu behandeln. Im Krankenhaus wird bereits im Eingangsbereich versucht, die Patienten richtig zu triagieren – also herauszufinden, ob es sich um einen möglichen Verdachtsfall handeln könnte oder nicht“, so der 33-jährige Oberarzt. Das gesamte Personal sei über die notwendigen Schritte in Bezug auf Hygiene sowie Umgang mit CoVid-19 infizierten Patienten bestens informiert und verfüge über die notwendige Schutzausrüstung. „Wir sind jederzeit für euch da, bitte bleibt IHR für uns zu Hause!“, betont Karner abschließend.