Vorfahren zufällig auf Werbeplakat erkannt. Peter Valentini erkannte auf einem Werbeplakat für die Wanderausstellung im Joiser Museum seine Vorfahren wieder. Mit der BVZ sprach er über seine Familiengeschichte.

Von Saskia Jahn. Erstellt am 25. Oktober 2019 (04:52)
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Im Zuge der Bewerbung der Wanderausstellung im Joiser Museum zu dem Thema „Die deutschsprachigen Waldarbeiter in unserem Nachbarland“ am kommenden Samstag hat Peter Valentini auf einem der Bilder seinen Urur- und Urgroßvater wiedererkannt. Beide waren Waldarbeiter in den Wäldern Modras.

„Da kann man ja schon fast nicht mehr von einem Zufall sprechen, so viele Zufälle auf einmal gibt es ja gar nicht“, freut sich Valentini. Vor zehn Jahren ist er nach Jois gekommen, davor lebte er in Bratislava: „Schon lange interessiere ich mich für meine Familiengeschichte, eigentlich seit meiner Kindheit, das hat mich einfach schon immer fasziniert. Mir war natürlich bekannt, dass meine Vorfahren Karpatendeutsche waren, deswegen war ich auch schon im Sommer bei einem Treffen der damaligen Waldarbeiter in der Slowakei“, so der Wahl-Joiser.

Familie. Peter Valentini lebt mit seiner Gattin Jana und den beiden gemeinsamen Kindern Lukas und Laura in Jois.
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Dort habe er das erste Mal das besagte Foto (siehe oben) zu Gesicht bekommen. „Der Erste ganz links ist mein Ururgroßvater, er war ursprünglich aus der Steiermark. Und der Sechste von links ist mein Urgroßvater. Als ich ein Kind war, wurden mir sehr viele Geschichten von meinem Urgroßvater erzählt, er sei damals sehr auffällig gewesen, da er kein Wort Slowakisch sprechen konnte“, berichtet Valentini.

Peter Valentini habe sich schon immer im deutschsprachigen Raum sehr wohl gefühlt, deswegen habe er 2009 die Entscheidung getroffen, sich in Österreich „ein Häuschen zu suchen. Und da lebe ich auch heute noch mit meiner Familie.“ Dass die Ausstellung nun in seiner Wahlheimat stattfindet, sei für ihn „emotional sehr stark. Es ist ein sehr schönes Gefühl, dass hier, wo ich jetzt lebe, meine Familiengeschichte aufgearbeitet und präsentiert wird. Ich habe irgendwie das Gefühl, dass meine Vorfahren mich besuchen kommen, mir nachkommen, das ist schön“, so Valentini mit einem Lächeln im Gesicht.