Wein-Präsentation: Ein Hillinger namens „Jack“. Der 18-jährige Joiser, Leo Thaddeus Hillinger, vinifizierte seine erste Weinserie. Damit steht die nächste Generation der bekannten Winzerzerfamilie am Start.

Von Saskia Jahn. Erstellt am 26. September 2020 (05:23)
Ein Name, viele Bedeutungen: „Jack“ ist nicht nur der Name Leo Hillingers erster eigenen Weinserie, sondern auch eine Anspielung auf seinen Lieblingsfilm und folglich seinen Spitznamen.
Leo Hillinger GmbH

Leo Thaddeus Hillinger tritt in die Fußstapfen seines erfolgreichen Vaters , welcher sich national und auch international als Weinbauer, Investor und Marketingstratege einen Namen gemacht hat. Nun tritt allerdings einmal Leo Hillinger senior einen Schritt zurück und überlässt dem Junior das Rampenlicht: Denn dessen erste eigene Weinserie namens „JACK“ lässt Großes erwarten.

Wer im Weingut Hillinger aufwächst, weiß was es bedeutet Weinproduzent zu sein. Der 18-Jährige ist schon sehr früh in die Materie „Weinbau“ eingetaucht. „Mein Vater hat uns seit unserer Kindheit mit dem Weinmachen vertraut gemacht. Er ist ein sehr großer Motivator für mich und hat meiner Schwester Vivienne und mir schon in jungen Jahren seine Leidenschaft und Freude für den Weinbau und die bio-organische Bewirtschaftung seiner, mittlerweile 100 Hektar, Weingärten in der Region Leithaberg im Nordburgenland mitgegeben“, erzählt der Maturant der WALZ Schule in Wien.

Die Weinserie „JACK“ wurde im Zuge einer Weinpräsentation mit dem österreichischen Partner „Weinturm“ vorgestellt. Den Anstoß, eigene Projekte zu realisieren, habe ihm sein Vater gegeben: „Er hat mir vor ein paar Jahren Rieden vom Leithaberg, den besten Lagen im Nordburgenland, zur Verfügung gestellt. Das hat mich dazu ermutigt, meine erste Cuvée zu vinifizieren.“

Erster Wein, Matura und dann ab ins Ausland

Von der Entstehung der Idee bis hin zur Erstellung des Konzepts und zum Launch des Produktes seien viele Schritte und Arbeiten notwendig. Aufgrund seiner bisherigen Tätigkeiten im Weingut habe er bereits die Prozesse des Weinmachens teilweise mitbekommen – die Bearbeitung der Weingärten, die Ernte des Traubenmaterials sowie die Ausstattung der Flasche und dem Designprozess der Etiketten. „Von der Planung bis zum fertigen Produkt sind sicherlich zwei Jahre vergangen“, fasst Hillinger jun. zusammen. „Für mich war es aufregend, alles selbst zu gestalten. Die Freude und der Spaß standen während des gesamten Projekts aber definitiv im Vordergrund.“

Ein passender Name für die erste eigene Weinserie war schnell gefunden, denn „Jack ist mein Spitzname. Da ich den gleichen Vornamen wie mein Vater habe, entstand die bekannte Problematik. Der Spitzname Jack kommt vom Film ‚Fluch der Karibik‘, der schon seit meiner Kindheit mein Lieblingsfilm ist.“

Nach den Besonderheiten seiner Weine gefragt weist der Joiser Jungwinzer auf die hervorragende Lage der Weingärten hin: „Die Rieden am Leithaberg stehen für kompromisslose und höchste Qualität.“

Sein nächstes großes Ziel sei die erfolgreiche Absolvierung der Matura im Juni 2021, „und danach geht es für mich erst einmal ein paar Jahre ins Ausland, um Erfahrungen zu sammeln und meinen Horizont zu erweitern, bevor ich dann in das Unternehmen von meinem Vater einsteigen werde.“