Ein Urgestein ist 70. „Die Zahnlose Nachtigall“ Janosch Fangl aus Andau feierte seinen 70. Geburtstag. Der Musiker ist über die Grenzen bekannt.

Von Bettina Deutsch. Erstellt am 28. Dezember 2018 (03:40)
BVZ
Eingespieltes Duo. Janosch Fangl und Horst Scheiblhofer spielen auf.

Am 27. Dezember feierte Janosch Fangl sein siebtes rundes Jahrzehnt. Der Musiker ist mit Bandkollege Horst Scheiblhofer als Horst und Janosch „Die Zahnlose Nachtigall“ weit über die Bezirksgrenzen hinaus bekannt.

„Zahnlose Nachtigall nennt man mich überall“, heißt die wohl bekannteste Hymne der Beiden. Das Lied, welches von der Zahnlosen Nachtigall handelt, hat die Vollblutmusiker mehr oder weniger über Nacht bekannt gemacht. Die Leidenschaft zur Musik entdeckte Janosch allerdings erst in späten Jahren, durch Zufall, bei einem Auftritt seines langjährigen Musikpartners Horst Scheiblhofer.

Im Jahr 1948 erblickte das Andauer Original das Licht der Welt. Als gelernter „Russkosmetiker“ (Rauchfangkehrer) – wie er oftmals scherzhaft betont – sowie als Baupolier die Jahre darauf, ging er seinen Weg. Bei einem Auftritt von Kollegen Horst Scheiblhofer war es um ihn geschehen. Auch er wollte fortan musikalisch tätig sein, immerhin lag die Leidenschaft zur Musik in der Familie. Großvater Kaspar Fangl spielte unter anderem anno dazumal in der ranghöchsten „k. & k. Militärmusik“, Vater Peter Fangl zog mit der „Fuchs-Banda“ durchs Land.

Von der Posaune zur Trommel

Der Versuch an der Posaune ohne Zähne – seit jeher das Markenzeichen Janoschs – war ein recht schwieriges Unterfangen. Und so sollte es, wie schon bei seinen Vorfahren zuvor, die große Trommel sein, mit der er allerorts für gute Stimmung sorgt.

Als Duo „Horst & Janosch“ starteten sie 2005 ihren gemeinsamen Weg. Und obwohl Janosch, dank seiner zweiten Leidenschaft, dem Tanzen, stets gutes Taktgefühl bewies, ging gleich beim ersten Faschingsauftritt sein Musikinstrument kaputt. Das Hoppala sorgt heute noch in Andau für einen gemeinschaftlichen Lacher. Mit Unterhaltungsmusik, Volksliedern und sogar Operettenarien haben sich Horst und Janosch als Stimmungskanonen etabliert. Janosch’s fehlender Zähne sei Dank hatte das Duo auch bald einen ganz besonders humorvollen Namen gefunden.

Da sie als Horst und Janosch „Die Zahnlose Nachtigall“ bekannt wurden, kam es zur „göttlichen Eingebung“ ihrer drei-Strophen-Hymne. Von da an war das Duo nicht nur auf Veranstaltungen diverser Art heiß begehrt, auch vor Bundespräsident a.D. Heinz Fischer durften die beiden ihre Talente präsentieren. Und bei Barbara Karlich sorgten sie nicht nur aufgrund der landesweiten Talkshow für Gesprächsstoff. Unterhaltsame Schmankerl gibt es viele von den Andauer Originalen zu erzählen, mögen noch zahlreiche auf ihrer musikalischen Reise hinzukommen. Wer die Musiker kontaktieren möchte, kann dies unter www.zahnlosenachtigall.at, per E-Mail unter widukind@gmx.at oder 0650/4932758 tun.