Landtagswahl: Ex-FPÖ Mandatarin Nakovits für LBL. Die parteilose Neusiedler Gemeinderätin will den Einzug in den Burgenländischen Landtag erreichen.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 19. Juni 2019 (05:36)
zVg/Nakovits
Maria Nakovits zittert um ihren Sitz im Gemeinderat und kämpft bereits um einen Platz im Landtag.

Maria Nakovits hat 2017 gleich auf Anhieb den Einzug in den Neusiedler Gemeinderat geschafft. Als FPÖ-Kandidatin sicherte sie sich bei der Gemeinderatswahl neben Herbert Denk ein Mandat für die freiheitliche Fraktion, mit der sie allerdings schon knapp ein Jahr später im Clinch stand. Nun gab sie ihre Kandidatur für die Liste Burgenland (LBL) bekannt, für die sie bei der kommenden Landtagswahl ein Mandat holen will.

Im Neusiedler Gemeinderat sitzt Nakovits seit ihrem Austritt aus der FPÖ im August des Vorjahres als parteifreie Mandatarin. Und so soll es auch weiterhin bleiben: „Wenn man mich lässt“, sagt sie, „aufgrund meiner privaten Übersiedlung von Neusiedl nach Frauenkirchen ist es für mich nicht unwahrscheinlich, dass man versuchen wird, mich loszuwerden. Die FPÖ würde sich mein Mandat sicher gerne unter den Nagel reißen.“ Ihr Einsatz für die Gemeinde werde sich aufgrund ihrer Kandidatur für die Landtagswahl aber nicht verringern.

Gegen Klientelpolitik und Freunderlwirtschaft

Ihr Ziel für die anstehende Wahl ist klar definiert: Nakovits will in den Landtag einziehen und nimmt sich kein Blatt vor den Mund: „Ich bin bereit, für alle Menschen einzutreten, zu kämpfen, den Mächtigen auf die Finger zu pracken.“ Sie wolle gegen Klientelpolitik und Freunderlwirtschaft eintreten, sich aber unter anderem auch den Themen Gleichstellung, Pendler, Gesundheit und Pflege sowie Klimaschutz widmen.

Aber warum habe sie sich nun entschieden, bei der Landtagswahl gerade für die LBL anzutreten? „Systemparteien haben einfach ausgedient“, antwortet Nakovits auf die Frage. Die LBL sei keine Partei klassischen Zuschnitts, sie behalte ihre Freiheit uneingeschränkt.

Als FPÖ-Regionalmanagerin und – in einem kurzen Intermezzo – als Teilzeitmitarbeiterin in der burgenländischen Landesregierung habe sie wertvolle Einblicke in die Landespolitik gewonnen. Aus ihren Erfahrungen schöpfte sie folgende Erkenntnis: „Der Bürger will neutral vertreten werden und keine sinnlosen Funktionärsstrukturen erhalten“, meint Maria Nakovits.