Marillen in Top-Qualität

Es ist endlich soweit: Die Kittseer Marille wird zwar mit einer dreiwöchigen Verspätung, aber dafür in Top-Qualität geerntet.

Erstellt am 15. Juli 2021 | 04:03
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Startschuss für Marillenernte: Johann Paradeisz, Bio-Marillenbauer, Bürgermeister Johannes Hornek, Marillenprinzessin Sophie Müllner, Vereinsobfrau „Kittseer Marille“ Maria Bezenek-Salvamoser und Nikolaus Berlakovich, Präsident der Landwirtschaftskammer Burgenland. 
Foto: Jahn

Der kalte und nasse Frühling hat vielen Obstbauern Kopfzerbrechen bereitet. Laut ZAMG ist der Frühling 2021 der kühlste Frühling seit 34 Jahren gewesen. Hinzu kamen noch regionsbedingte Frostschäden - Ernteausfälle bis zu 100 Prozent wurden befürchtet. Doch die Kittseer Marille trotzte der ungünstigen Witterung und wuchs in den vergangenen Wochen zur süß-saftigen Frucht heran. In einem Pressegespräch berichtet die Burgenländische Landwirtschaftskammer gemeinsam mit dem Verein „Kittseer Marille“ von der aktuellen Ernte.

„Die Kittseer Marille hat eine lange Tradition. Bereits seit 100 Jahren gibt es sie in Kittsee und in den umliegenden Ortschaften. Insgesamt gibt es in Kittsee 35.000 Marillenbäume, die von 80 Marillenbauern kultiviert werden. Dieses Jahr ist wirklich kein einfaches Jahr für die Obstbauern. Das kalte Frühjahr und Frostschäden sind immer mehr dafür verantwortlich, dass es immer schwieriger wird, die Ernte einzuholen. Doch die Marillenbauern in Kittsee hatten heuer Glück. Ihre fleißige Arbeit wurde belohnt. So werden nun mit einer dreiwöchigen Verspätung Marillen in einer Top-Qualität geerntet“, berichtet Präsident Nikolaus Berlakovich.

Marillenernte leicht unterdurchschnittlich

Johann Paradeisz, Bio-Marillenbauer aus Kittsee, präzisiert anschließend: „Auch heuer hatten wir leichte Frostschäden, jedoch nicht so stark wie im Vorjahr. 2020 gab es nämlich gar keine Marillen. Daher freuen wir uns ganz besonders auf die heurige Ernte. Diese ist leicht unterdurchschnittlich - dafür aber sind die Kittseer Marillen größer und schmecken wie gewohnt hervorragend. In einem normalen Jahr ernten wir um die 700 Tonnen Marillen.“

Den Verein „Kittseer Marille“ gibt es schon über 20 Jahre. Dieser hat sich zum Ziel gesetzt, durch Fachvorträge sowie Exkursionen zu Fachbetrieben die Qualität der Kittseer Marillen zu erhalten und zu verbessern. Neben dem Direktverkauf wird die Kittseer Marille auch veredelt. „Zu den derzeit 110 Hektar Altbaumbestand werden zunehmend Spalierbäume gesetzt, da die Bauern hier leichter ernten können“, berichtet Maria Bezenek-Salvamoser, Obfrau „Kittseer Marille“.