„Ausgewählte“ Rechenspiele

Pia Reiter über eine ausstehende Entscheidung in der Bezirkshauptstadt.

Pia Reiter
Pia Reiter Erstellt am 04. Oktober 2017 | 10:31
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Eine der spannendsten Wahl-Entscheidungen des Bezirks ist wohl die, wer Bürgermeister oder Bürgermeisterin der Bezirkshauptstadt wird. Allein, die Neusiedler müssen sich in diesem Fall noch dreieinhalb Wochen gedulden, denn der Termin für den Stichtag ist erst der 29. Oktober.

Im ersten Wahlgang fiel keine klare Entscheidung für einen der sechs Kandidaten. Thomas Halbritter (ÖVP) und Elisabeth Böhm (SPÖ) schafften es in die „zweite Runde“. Halbritter mit 1968 Stimmen, Böhm schaffte 1834 Stimmen, das macht einen „Rückstand“ von circa 3 Prozent oder 134 Stimmen.

Kaum waren das Ergebnis und das Stattfinden der Stichwahl bekannt, da begannen Parteistrategen auch schon mit Rechenspielen. Wie viele Stimmen braucht Thomas Halbritter, um die Wahl für sich zu entscheiden? Und von wem, welchen Parteien könnten diese kommen?

Auf welche Unterstützung kann sich Elisabeth Böhm verlassen? Wie kann es ihr gelingen, an Thomas Halbritter vorbeizuziehen?

Einer, der nicht spekulierte und nachrechnete, war Neusiedls FPÖ-Stadtparteiobmann Herbert Denk. Er sprach sich offen für eine Unterstützung Böhms aus (siehe Seite 15). Denjenigen, die jetzt den Taschenrechner zücken und ausklügeln, wie viele vorigen Grün-Wähler Thomas Halbritter für einen Sieg wählen müssen, sei gesagt: Theorie oder Rechen(bei)spiele hin oder her - praktisch gilt eben für die nächsten fünf Jahre nur das, was die Neusiedler am 29. Oktober in der Wahlkabine ankreuzen. Und diese Entscheidung sollte sich niemand abnehmen lassen und ganz für sich alleine treffen.