Eine gute Sache „abgewürgt“. Pia Reiter über das traurige Ende einer beliebten Tradition im Advent.

Von Pia Reiter. Erstellt am 16. November 2016 (10:07)

Die lebende Krippe in Gols war in der Adventszeit für viele im Bezirk ein Fixpunkt: Mindestens einmal schaute man auf einen Glühwein vorbei, ließ sich vom Musikprogramm in Weihnachtsstimmung bringen und unterstützte mit einer kleinen Spende einen guten Zweck.

Das ist nun Geschichte, denn eine anonyme Anzeige beim Finanzamt bedeutet das Aus für den kleinen, aber feinen Adventmarkt am Meszarosplatz (siehe Seite 43). Die Veranstalter haben beschlossen, nicht mehr weiterzumachen.

Wie viel an Arbeit das gesamte Organisationsteam in die Durchführung der Veranstaltung gesteckt hat und die Unmenge an persönlichem Engagement und Herzblut, die in die gute Sache geflossen sind, kann man wohl nur erahnen.

Denn die Organisatoren haben mit der lebenden Krippe im Laufe ihrer 1 5 Jahre an die 210.000 Euro gesammelt. Damit wurden verschiedene soziale Zwecke in Gols unterstützt, die gesamten Spenden kamen so wieder den Golsern zugute. Geld, das jetzt fehlen wird und die Gemeinde jetzt selbst aufbringen muss.