Hallenbad: Kein Land in Sicht

Pia Reiter über eine dringende Entscheidung, die auf die lange Bank geschoben wird.

Pia Reiter
Pia Reiter Erstellt am 07. Juni 2017 | 08:24
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Eines gleich vorweg: Es ist bekannt, dass kaum ein öffentliches Hallenbad gewinnbringend zu betreiben ist. Das weiß auch der Burgenländische Landesrechnungshof.

Dieser ist seiner Aufgabe nachgekommen und hat die Stadtgemeinde und ihre Gesellschaften, darunter auch die Freizeitbetriebe, zu denen das Hallenbad gehört, auf deren Wirtschaftlichkeit überprüft.

Das Ergebnis war keine Überraschung: Die Freizeiteinrichtung verursacht Kosten für die Stadtgemeinde, die nicht einmal ansatzweise gedeckt werden können. Das Fazit: Neusiedl am See will sich das Hallenbad zwar leisten, kann es aber nicht. Die Entscheidung, wie es in Zukunft weitergeht, wird die Stadtpolitik zu treffen haben.

Das kann noch dauern: Genauso wie quer durch die Parteien Konsens darüber herrscht, dass das Hallenbad erhalten bleiben soll, ist man sich einig darüber, dass „heiße Eisen“ erst wieder nach den Gemeinderatswahlen anzugreifen. Kein Land in Sicht also, für das Neusiedler Hallenbad: Denn die Entscheidung wie es weitergehen soll, wurde vertagt.