Klasse wird zum Gerichtssaal. Pia Reiter über eine Notlösung, die den Betrieb des Bezirksgerichts sichert.

Von Pia Reiter. Erstellt am 29. Dezember 2016 (05:00)

Fast wäre es ja der ehemalige Zielpunkt geworden, das Ausweichquartier des Bezirksgerichts. Denn als feststand, dass das 106 Jahre alte Gebäude saniert wird, war schnell klar, dass für die Zeit der Arbeiten eine Lösung her muss. Mitten im Baulärm können keine Verhandlungen oder Parteienverkehr stattfinden.

Also trat man in Gespräche mit dem Eigentümer der ausgezogenen Zielpunkt-Filiale, mit dem Ziel den Supermarkt vorübergehend als Gericht zu nutzen. Bis man feststellte, dass das Gebäude der alten Hauptschule dahinter besser geeignet ist und Klassen einfacher in Büros und Verhandlungssäale umgewandelt werden können, als ein Supermarkt.

Zufällig war auch der Eigentümer derselbe und so fiel die Entscheidung auf das Objekt in der Franz-Liszt-Gasse. Dieses wurde mehrere Wochen lang adaptiert, um die Aufgaben des Bezirksgerichts auch während der Umbauphase erfüllen zu können. Und so werden in den Räumen, wo sich vor 20 Jahren die Schüler ihr Urteil vom Lehrer anhören mussten, ab Ende Jänner die drei Bezirksrichter Recht sprechen.