Bewusst und mit Humor

Über Verhaltensregeln bei Infektionsgefahr.

Erstellt am 04. März 2020 | 04:59
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Was macht der gelernte Österreicher, wenn er Angst hat? Er verpackt sie in Humor. Das konnte man dieser Tage wieder besonders gut beobachten. Kaum hatte das Corona-Virus Österreich erreicht, waren auch schon die sozialen Medien „infiziert“. Äußerte sich die Angst im realen Leben auch bei uns im Bezirk mit kleineren Hamsterkäufen, so dominierten im Netz Witze über das Virus, die wiederum viral gingen.

„Tausche Desinfektionsmittel gegen Smartphone“ war einer davon. Allerdings: Desinfektionsmittel stehen in diesen Tagen wirklich besonders hoch im Kurs, in den Regalen der heimischen Drogeriemärkte und Apotheken dagegen seltener. Zur Freude von Apothekern und Ärzten, die da sagen, es sei eine positive Bewusstseinsbildung in Sachen Hygiene im Gange. Kein Wunder, wenn sogar der Gesundheitsminister täglich mehrmals daran erinnert, dass man sich die Hände waschen und desinfizieren und in die Ellenbeuge niesen und husten soll. Gäbe es solche Kampagnen auch bei jeder Grippewelle, dann würde es wahrscheinlich jedes Jahr auch viel weniger Influenzafälle geben. Darüber hinaus wäre eine Bewusstseinsbildung heute gar nicht mehr notwendig, denn jeder wüsste, wie er sich zu verhalten hat, damit er niemanden ansteckt.