Biologisch, aber regional bitte. Über die Bio-Wende im Burgenland.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 31. Juli 2019 (03:26)

Das Burgenland hat die Bio-Wende eingeläutet. Bereits im Mai wurde ein 12-Punkte-Programm präsentiert, das die Schritte auf dem Weg zum Bioland Nummer 1 skizziert. So ist es das Ziel, dass bis 2024 alle Küchen des Landes Burgenland auf Bio setzen. Gleiches gilt für Kindergärten und Landesschulen. Außerdem sollen etwa bis zum Jahr 2027 insgesamt 50 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Flächen biologisch bewirtschaftet werden. Derzeit sind es 36,6 Prozent. Bei Getreide liegt man im Bezirk sogar über dem Landesdurchschnitt.

41 Prozent der Fläche werden biologisch bewirtschaftet, allerdings resultieren daraus nur 31 Prozent des Ertrags (siehe Seite 38). Das zeigt, dass es am Weg zur Bio-Wende doch noch einige Schwierigkeiten zu überwinden gilt und es ohne konventioneller Landwirtschaft nicht gehen wird. Denn eines ist klar: Bio-Produkte machen auch nur dann Sinn, wenn sie aus regionalem Anbau kommen. Bio-Produkte auf langen Transportwegen zu importieren, würde den positiven Effekt auf Umwelt- und Klimaschutz wieder umkehren.

Bio: Ja! Noch wichtiger ist es aber, regional und saisonal einzukaufen, um den ökologischen Fußabdruck klein zu halten.