Da ist noch Luft nach oben. Über das Potenzial der Region als Ganzjahres-Destination.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 05. Februar 2020 (05:24)

Der heimische Tourismus ist im Aufwind. So sagt es jedenfalls die Nächtigungsstatistik 2019 (siehe unseren Artikel dazu hier) . Noch nie, seit es diese Aufzeichnungen gibt, wurden in einem Jahr mehr Übernachtungsgäste registriert. Nicht alle davon sind Touristen.

Auch Übernachtungen von Bauarbeitern, Durchreisenden, ja selbst Nächtigungen in Laufhäusern fließen in die Statistik mit ein. Deshalb sind diese Zahlen auch mit Vorsicht zu interpretieren, wenn man über Tourismuserfolge einzelner Gemeinden spricht. Trends lassen sich aber sehr wohl herauslesen. So kommen etwa wieder mehr deutsche Gäste in die Region und große Nächtigungszuwächse werden in der kälteren Saison verzeichnet, was beweist, dass die Region nicht nur im Sommer etwas zu bieten hat.

Die Saison zu verlängern, ist auch das erklärte Ziel der Touristiker im Bezirk. Auch wenn das Burgenland wohl klassisches Sommerurlaubsland bleiben wird, ist das Potenzial in Richtung Ganzjahrestourismus durchaus gegeben. Allerdings müssen dabei auch die Zimmervermieter mitspielen. Das Angebot rundherum kann noch so gut sein, wenn die Pensionen geschlossen sind, hat es nur den halben Wert. Gerade weil sich bei uns auch vieles um den Wein dreht, sind Übernachtungsmöglichkeiten das Um und Auf.