Der doppelte Medaillen-Traum. Über die Ausgangslage der heimischen Segler für Tokio 2020.

Von Martin Ivansich. Erstellt am 11. März 2020 (02:02)

Besser spät als nie. Tanja Frank und Lorena Abicht, beide starten für den Union Yacht Club Neusiedlersee, sind also seit vergangenen Freitag fix bei den Olympischen Spielen dabei. Das gab der Verband offiziell bekannt. Klar hätte eine vorzeitige Nominierung — so wie es beim Nacra17-Duo Thomas Zajac (Burgenländischer Yachtclub) und Barbara Matz (Yachtclub Breitenbrunn) der Fall war — für das Großereignis in Japan die Planungen erleichtert.

Im Hintergrund stand Olympia aber ohnehin auf der Agenda. Somit führt die Reise für zwei Boote unter rot-goldener Flagge in den fernen Osten, wo es im Sommer um Olympisches Edelmetall geht. Vier Jahre zuvor waren Tanja Frank und Thomas Zajac noch gemeinsam in einem Boot, holten Nacra17-Bronze in Rio. Jetzt segelt Frank mit Lorena Abicht in der 49erFx-Klasse, wo sie ebenfalls schon bewiesen hat, in der Weltspitze ganz vorne mitmischen zu können – siehe Vizeweltmeistertitel 2018. Seitdem lief es sportlich zwar nicht immer wie am Schnürchen (weshalb die Entscheidung aufgrund der internen Konkurrenzsituation im österreichischen Team auch aufgeschoben wurde), das grüne Licht sollte nun aber den nötigen finalen Schub bringen. Und für uns Fans wird der Traum von zwei rot-goldenen Segelmedaillen legitimiert. Am Potenzial würde es sicher nicht scheitern.