Des einen Leid, des anderen Freud. Über die selten gewordenen Eislauftage am See

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 28. Januar 2021 (03:45)

Ob das Nordburgenland heuer noch von einer Kältewelle erfasst wird, darin sind sich selbst Meteorologen uneinig. Vorerst sieht es eher nicht danach aus. Für Samstag sind im Neusiedler Bezirk sogar frühlingshafte Temperaturen vorhergesagt. Zum Leidwesen aller Eislauffans wird es mit dem größten Eislaufplatz Europas einmal nichts: Die Wasserfläche des Neusiedler Sees wogt weiter munter im Wellengang hin und her. Von Eis ist momentan keine Spur. Eis, noch dazu tragfähiges, ist überhaupt ein seltenes Phänomen am Neusiedler See geworden. Die Eistage pro Jahr werden weniger, wie eine Statistik zeigt. Im Vorjahr waren es nicht einmal zehn Tage. Der Spitzenwert wurde im eisigen Winter 1995/96 gemessen, damals verzeichnete man rund 130 Tage Eis am See.

So schade es ist, dass gerade nicht an ein Eislaufen zu denken ist, so erleichtert sind wohl die Verantwortlichen für die Strandbäder. Ein Massenansturm an Eissportlern wäre wohl zu erwarten, denn Eislaufen ist auch im Corona-Lockdown erlaubt. Eine Diskussion über die Sinnhaftigkeit, wie es sie in den Skigebieten gibt, erspart man sich aber momentan rund um den See.