Dicke Haut für Neo-Hoteliers. Über einen langen Atem für Projektentwickler.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 18. September 2019 (06:05)

Tourismus-Experten wissen es seit Jahren und wiederholen es bei jeder Gelegenheit: In der Region fehlt es an zeitgemäßen, qualitativen Hotels und Beherbergungsbetrieben. Dass es in einer sensiblen Naturlandschaft wie der unserer nicht einfach ist, solche Projekte zu entwickeln, um Gäste und Natur gleichermaßen zufriedenzustellen, wurde an dieser Stelle schon mehrfach diskutiert.

Trotz dieses schwierigen Mittelweges, den es zu finden gilt, gibt es immer wieder engagierte Menschen, die sich darauf einlassen wollen. Sie brauchen freilich einen dicke Haut und Sprungkraft, um die Steine überspringen zu können, die ihnen oftmals in den Weg gelegt werden. Richard Zanki ist einer von ihnen. Vier Jahre waren es nicht die Architekten oder Baumeister, denen er seine Aufmerksamkeit widmen durfte, sondern die Gerichte. Ein Anrainer wollte den Bau seiner Frühstückspension in Podersdorf nur zu gerne verhindern. Beanstandungen am Hotelprojekt fanden die Gerichte keine.

Statt 2016 wird Zanki allerdings nun erst 2020 eröffnen. Eine solange Verzögerung würde das Projekt, das aus dem alten Neusiedler Seerestaurant einen Hotelbetrieb mit über 60 Zimmern machen soll, nicht überstehen: Förderungen würden verloren gehen und das Projekt unfinanzierbar werden.