Die Wahl drückt aufs Tempo. Über das Krankenhaus-Projekt in Gols.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 15. Januar 2020 (05:21)

Ende November verkündete Landeshauptmann Hans Peter Doskozil einen Neubau eines Krankenhauses im Herzen des Bezirks. Zwischen Weiden und Gols solle es situiert werden, hieß es damals noch vage.

Nicht einmal zwei Monate später konkretisiert der Landeschef bereits und spricht von Verhandlungen mit Golser Grundstückseigentümern, die bereits kurz vor der Vertragsunterzeichnung stünden. Geht die Umsetzung des Mega-Projekts in diesem Lauftempo weiter, so könnte der Landeschef seine Kritiker – vor allem aus dem ÖVP-Lager– Lügen strafen. Befürchten jene doch, dass die Menschen im Bezirk noch zwei Jahrzehnte auf eine verbesserte Gesundheitsversorgung warten müssen.

Dass ein Krankenhausbau Zeit braucht, weiß man als gelernte Burgenländerin und gelernter Burgenländer schließlich: In Oberwart wird seit 2004 geplant, 2024 soll eröffnet werden. Kein Wunder, dass die schnelle Standort-Verkündung nicht nur mit Freude, sondern auch mit Verwunderung und Skepsis aufgenommen worden ist. Vor allem weil trotz vorhandener landeseigener Flächen, Grundstücke angekauft werden sollen und die Verhandlungen mit 26 Eigentümern in dieser kurzen Zeit – dazwischen lagen auch noch die Weihnachtsfeiertage – schon beinahe abgeschlossen sein sollen.