Ein Zeichen für die Dorfentwicklung. Über ein Dorf, in dem es langsam eng wird

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 06. Mai 2021 (03:45)

Im Oktober des Vorjahres meldete Parndorf seinen Höchststand bei der Einwohnerzahl: Erstmals lag man mit 5035 gemeldeten Personen mit Hauptwohnsitz über der 5000er-Marke. In zwei Jahrzehnten hat sich die Einwohnerzahl nahezu verdoppelt. Diese dynamische Entwicklung bringt die Infrastruktur der Gemeinde allerdings immer wieder stark in Bedrängnis. Vor allem die Volksschule platzt aus allen Nähten: Für rund 250 Kinder ist das Gebäude schlicht zu klein. Schon im Herbst 2019 beschloss der Gemeinderat deshalb die Aufstockung des Gebäudes.

Dieser Zubau sollte sich eigentlich bereits im Bau befinden, die Corona-Pandemie verzögerte das Projekt jedoch. Der Baustart ist nun auf Herbst 2021 gelegt worden. In der Zwischenzeit stellte sich allerdings ein weiteres Problem im Schulgebäude heraus: Für die 170 Kinder, die mittlerweile das Angebot der Nachmittagsbetreuung nutzen, ist der Speisesaal zu klein geworden. Die Gemeinde ist also gezwungen, noch vor dem Baubeginn ihre Pläne für den Zubau zu erweitern.

Da fragt sich der eine oder die andere ParndorferIn, wo das hinführen soll, wenn die Bevölkerungsentwicklung so weitergeht. Die Schule kann jedenfalls nicht erweitert werden. Die maximale Bebauungsdichte von 40 Prozent ist nach dem Zubau nämlich erreicht. Vielleicht ein Zeichen für die gesamte Dorfentwicklung.