Einsam statt gemeinsam

Über eine Zusammenarbeit, die zu wünschen übrig lässt.

Erstellt am 22. Mai 2019 | 05:07
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Die Töne im Neusiedler Gemeinderat werden von Sitzung zu Sitzung rauer. Zumindest zwischen den zwei großen Fraktionen: SPÖ und ÖVP. Obwohl die 14 Tagesordnungspunkte in der vergangenen Sitzung recht rasch abgearbeitet worden sind, bleibt den Beobachtern der öffentlichen Gemeinderatssitzungen der Eindruck nicht erspart, dass es mit einer parteipolitisch übergreifenden Zusammenarbeit in Neusiedl am See nicht weit her ist. Rund eineinhalb Jahre sind die Gemeinderäte nun in dieser Konstellation am Arbeiten, von einem „Zusammenraufen“ kann man allerdings nicht sprechen. Es ist eher ein Auseinanderdriften. Bei der vergangenen Sitzung warf die SPÖ der ÖVP Aktionismus und fehlende Handschlagqualität vor, diese wiederum kritisierte die SPÖ-Einladungspolitik, weil die ÖVP beim letzten runden Tisch als einzige Partei nicht eingeladen war.

Vor allem der anstehende Bau des 4. Kindergartens ist immer wieder ein Anlass für hitzige Debatten. Dabei sind sich alle Gemeinderatsfraktionen gerade bei diesem Thema einig: Ein Neubau ist notwendig. Der Weg dorthin scheidet die Geister aber, dabei würde es gemeinsam wohl besser und schneller gehen.