Englischer Rasen ist aus der Mode. Über die Sorgen der Imker.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 11. Dezember 2019 (04:53)

„Summ, summ, summ, Bienchen summ herum.“ So lautet ein beliebtes Kinderlied. Damit die Bienen auch weiterhin herum summen, ist allerdings Obacht geboten. Als oberste Bienenschützer sind die Imker bekannt und sie schlagen im Bezirk nun Alarm.

Nicht nur, dass sie befürchten die Robinie, eine der wichtigsten Nahrungsquellen der Bienen, soll zurückgedrängt werden ( siehe unseren Artikel dazu hier und unten), sie beklagen auch die immer kleiner werdenden Flächen an Blumenwiesen oder blühenden Feldrainen. Aufgrund der industrialisierten Landwirtschaft, der immer stärkeren Bodenversiegelung in der Region und nicht zuletzt auch wegen des Klimawandels sorgen sich die Imker um den Bienenbestand. Sogenannte „Trachtpflanzen“ werden für die Bienen immer schwieriger zu finden.

Gerade jetzt in der großen Debatte des Klimawandels und der Nachhaltigkeit fragt sich der Einzelne oft, was er selbst zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen könne. Um die Bienenpopulation zu stärken, können Privatpersonen oder Gemeinden tatsächlich aktiv werden. Es gilt, blühende Wiesen zu schaffen und schlicht weniger zu mähen. Der englische Rasen hat zum Schutz der Bienenvölker und Insekten ausgedient. Und: Bienen selber züchten hilft auch gegen Bienensterben!