Euphorie und Sorge im Doppelpack. Über gebremste Vorfreude vor den Öffnungen

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 29. April 2021 (03:45)

Im Bezirk macht sich so etwas wie leise Euphorie breit. Die Ankündigung der Bundesregierung, das Land ab 19. Mai wieder öffnen zu wollen, weckt nahezu Frühlingsgefühle: Nach dem langen „Winterschlaf“ kann es nun wieder losgehen. Die Telefone in Tourismus- und Gastronomiebetrieben läuten Sturm. Reservierungen werden fast im Minutentakt angenommen. Trotz dieser Vorfreude auf etwas Normalität schwingt dabei auch Sorge und Unsicherheit mit. Wird diese breit angelegte Öffnung gut gehen?

Werden sich die Menschen an die Regeln halten? Was passiert nach der Sperrstunde um 22 Uhr, wird dann unkontrolliert weiter gefeiert? Angesichts der immer noch hohen Corona-Infektionszahlen bleibt die Skepsis ein Begleiter der Aufbruchsstimmung. Andererseits sind die Betriebe der Region dieses Jahr weit besser auf die große Öffnung vorbereitet als im Vorjahr. Sie kennen die Situation, Präventionskonzepte sind bereits erarbeitet und wurden nun um Registrierungspflicht und Eintrittstests erweitert. In der St. Martins Therme etwa, hat man 300 Einzelmaßnahmen zum Schutz der Gäste gesetzt. Es kann also gut gehen. Und auf die Gefahr hin, eine alte Leier zu wiederholen: wenn wir uns alle an die Regeln halten. Denn vorbei ist die Pandemie trotz guter Impffortschritte noch lange nicht.