Gutscheine als Wirtschaftsmotor?. Über Finanzspritzen gegen ein Corona-Minus

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 03. September 2020 (03:45)

Die Sommer-Saison im Tourismus ist gut gelaufen. Das Burgenland konnte mit seinen Outdoor-Möglichkeiten und dem Konzept des sanften Tourismus in dieser Zeit besonders punkten. Im Juli gelang es in der Region Neusiedler See sowie im gesamten Burgenland sogar, ein sattes Plus von vier Prozent bei den Nächtigungen einzufahren. Neben speziellen Packages, die die Neusiedler See Tourismus GmbH (NTG) in ihr Portfolio nahm, und kreativen Lösungen der Beherbergungsbetriebe für die Herausforderung eines sicheren „Corona-Tourismus“ war wohl auch das Bonusticket im Wert von 75 Euro des Landes ein weiterer Baustein für die erfolgreiche Saison.

Ob von so einem Gutschein auch andere Branchen profitieren könnten, ist Thema in einigen Gemeinden. Illmitz etwa hat schon im Juni einen „Illmitz 50er“ an jeden Haushalt verschenkt, der in den örtlichen Betrieben eingelöst werden kann. In Apetlon entschied sich der Bürgermeister gegen dieses Präsent nach dem „Gießkannenprinzip“, wie er sagt. Auch dieser Standpunkt ist nachvollziehbar, vor allem weil den Gemeinden selbst das Budget durch die Corona-Krise kippt. Investitionen in die Infrastruktur sind in diesem Fall vielleicht ein adäquates Mittel, von dem die ganze Ortsbevölkerung profitiert.