Herzblut versus Personalmangel

Über die krisengeschüttelte Gastrobranche

Erstellt am 02. September 2021 | 03:08

Wer im Gastgewerbe Fuß fassen möchte, muss eines ganz bestimmt mitbringen: Flexibilität. Auf diesem Gebiet werden Gastronomen tagtäglich geprüft. Ständig wechselnde Coronaregeln sind das Tüpfelchen auf dem I. Die Diskussionen rund um eine 1G-Regel werden wohl in ihrer Umsetzung enden, hört man bereits aus der Branche. Nur gegen Corona Geimpften ist es dann erlaubt, ein Lokal zu besuchen. Neue Covid 19-Bestimmungen dürften für Wirte langfristig aber nicht das größte Problem sein. Vielmehr verschärft sich der Personalmangel. Einige Fachkräfte haben während der Lockdowns der Gastronomie den Rücken gekehrt und sich beruflich umorientiert.

Auch Gastronomen im Bezirk spüren das – vor allem in der Hochsaison – und sind besorgt. Ein Ausfall eines Mitarbeiters könne bei knappen Personalressourcen das ganze System zusammenbrechen lassen, hört man selbst vom Mole West-Chef. Wer unter diesen Voraussetzungen einen neuen Gastrobetrieb übernehmen möchte, muss schon besonders viel Herzblut mitbringen. Doch gerade in dieser Branche gibt es einige, die das haben. Auf genau solche Typen hofft die Gemeinde Podersdorf, die momentan einen Betreiber für ihr neues See-Lokal sucht.