Hin und her und wieder zurück. Über eine unendliche Marktgeschichte.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 26. Februar 2020 (05:28)

Neusiedl ist wieder um eine Marktverlegung reicher. Erst vor rund eineinhalb Jahren wurde der Monatsmarkt in die Nebenfahrbahn der Hauptstraße verlegt. Jahrelang wurde im Vorfeld darüber diskutiert. Vor einem Jahr wiederum siedelte der wöchentliche Bauernmarkt von seinem angestammten Platz vor dem Rathaus auf den Anger. Auch darüber wurde viele Jahre gesprochen.

Schon 2013 gab es eine Befragung der Marktstandler bei ihren Kunden. Diese fiel gegen eine Verlegung des Marktes aus. Im Vorjahr entschloss man sich doch dazu und wanderte einige wenige Meter weiter – hinter die Musikschule auf den Anger. Ein Fehler, wie sich herausstellte. Keiner der Akteure hätte es für möglich gehalten, dass ein Standortwechsel solche Auswirkungen haben könnte, zumal die Distanz zwischen altem und neuem Marktplatz minimal ist.

Die Verlegung des Bauernmarktes kostete den Direktvermarktern rund 50 Prozent ihres Umsatzes. Ihr Standort war schlichtweg zu versteckt. Selbst Stammkunden „vergaßen“ den Markttag, was einmal mehr beweist, dass der Konsument ein sehr visueller Typ ist, nach dem Motto: „Was ich nicht seh‘, gibt’s nicht.“ Die Marktstandler haben jedenfalls rechtzeitig die Reißleine gezogen. Damit kommen wir zu Marktverlegung Nummer drei innerhalb weniger Monate. Es geht zurück vor das Rathaus.