Hupf in Gatsch

Erstellt am 03. Februar 2022 | 05:43
Lesezeit: 2 Min
über schlammige Zukunftsvisionen

Am Sonntag kursierten erschreckende Bilder in den sozialen Medien: Uferbereiche des Neusiedler Sees ohne Wasser. Zu sehen blieb nur schlammiger Grund. Das Sturmtief Nadia trieb das Wasser vom Westufer in den südöstlichen Teil des Sees und ließ das Ufer, etwa in Rust oder Purbach, weit zurücktreten.

Die gewaltigen Wasserverlagerungen gehören zum See wie das Amen zum Gebet. Bei durchschnittlichem Wasserstand sind sie optisch aber nur für Seekenner zu bemerken. Nur: Der durchschnittliche Wasserstand wird schon seit mehreren Jahren nicht mehr erreicht. Der natürliche Rhythmus zwischen Hoch- und Niederwasserjahren ist durch den Klimawandel gestört. Fällt der Niederschlag in den kommenden Wochen weiter so zaghaft wie bisher in diesem Winter, dann können wir uns an die Bilder vom Sonntag wohl schon gewöhnen. Denn genau jetzt wäre die Jahreszeit, um die „Speicher“ für den Sommer zu füllen.