Innovationen im Handel gefragt. Über die Belebung eines schwierigen Pflasters.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 22. Januar 2020 (05:15)

Neusiedls Bevölkerung möchte ein belebtes Stadtzentrum. Dieser Wunsch wurde im laufenden Bürgerbeteiligungsprozess für den Stadtentwicklungsplan 2030 mehrfach geäußert. Kein Wunder. Momentan stechen nämlich eher leere Geschäfte als geschäftiges Treiben ins Auge. Neue Gewerbetreibende für diese „stillgelegten“ Verkaufsflächen zu begeistern, ist aber schwierig.

Die Frequenzbringer, wie etwa Supermärkte, befinden sich nämlich schon lange nicht mehr im Stadtkern. Für den kleinen stationären Handel bringt das Probleme mit sich. Laufkundschaft fehlt, wer nicht gezielt einkaufen geht, kauft eben nicht. Impulskäufe sind selten. Der bequeme Online-Handel ist darüber hinaus zum harten Konkurrent geworden.

Wie also kann das Stadtzentrum zu einem Anziehungspunkt werden, wie leere Verkaufsflächen wieder in den Handel integriert werden? Laut einer neuen Studie wird sich das Einkaufsverhalten der Österreicher in den kommenden Jahren markant verändern.

Einzelhändler müssen künftig mehr Raum für Erlebnisse schaffen, führend im Bereich von Nachhaltigkeit sein, ein breites Produktspektrum anbieten und lokal denken und agieren. Wer sich darauf einstellen kann, wird profitieren. Vielleicht ist das auch eine Chance für innovative Gewerbetreibende in Neusiedl am See.