Klare Worte erwünscht. Über Verordnungen, die bloß Verwirrung stiften

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 16. April 2020 (03:31)

Verwirrende Verordnungen sorgen momentan bei Seefans für Diskussionen. Das Betretungsverbot des Landes für Seebäder, Stege und Seehütten wurde nach Ostern wieder aufgehoben. Aber was ist rund um den See und am Wasser nun erlaubt und was nicht? Unsicherheit macht sich sowohl unter Wassersportlern als auch Campingfans und Mobilheimbesitzern breit, denn trotz der Aufhebung oben genannter Verordnung gilt laut Gesundheitsminister weiterhin ein Benützungsverbot von Freizeit- und Sportbetrieben.

Eine klare Definition, was unter Freizeit- und Sportbetriebe fällt, fehlt in der Kommunikation nach außen jedoch. Gehören dazu nun etwa auch Hafenanlagen, Yacht-Clubs oder gar Seebäder? Somit würden sich Landes- und Bundesverordnungen widersprechen.

Weiterhin aufrecht bleibt das Benützungsverbot für Campingplätze, die zu Beherbergungsbetrieben zählen und wie Hotels geschlossen bleiben. Dass auch private Mobilheime nicht genutzt werden können, sorgt für Unverständnis. Segeln, Surfen und Kiten ist laut Landeshauptmann-Stellvertreterin jedenfalls erlaubt, alleine und im Familienverband - und mit Abstand zu anderen. Sofern man keine Freizeit- und Sportbetriebe benützt. Ja, Verwirrung komplett. Verordnungen, die unklar oder dehnbar sind, sind jedenfalls schwierig einzuhalten.