Mehr Aufwind für die Windkraft. Über ein ins Stocken geratenes burgenländisches Prestigeprojekt

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 14. Januar 2021 (03:45)

Das vergangene Jahr stand ganz im Zeichen von Covid 19. Die ganze Aufmerksamkeit wurde der Pandemie geschenkt. Zu Recht! Allerdings hat das Virus ein noch viel langwierigeres Problem im abgelaufenen Jahr komplett in den Schatten gestellt: nämlich den Klimawandel. 2020 zählte zu den fünf wärmsten Jahren der österreichischen 250-jährigen Messgeschichte, in den Bergen war es sogar das wärmste Jahr.

Um Klimaziele zu erreichen, muss nun wieder mit mehr Vehemenz auf erneuerbare Energien gesetzt werden: Laut IG Windkraft gab es im Vorjahr erstmals seit der Geschichte der elektrischen Windenergie einen Abfall der Anzahl an Windrädern und der Windkraftleistung in Österreich. 2021 soll nun wieder einen Aufwärtstrend einleiten: Alleine im Neusiedler Bezirk ist der Aufbau von 50 modernsten Anlagen geplant, ein großer Teil wird anstelle älterer Modelle installiert, die weniger effektiv sind. Bleibt zu hoffen, dass 2021 nicht nur ein „Ausreißerjahr“ wird, sondern dass weiterhin Windkraft forciert wird. Betreiber klagen über immer langwierigere Genehmigungsverfahren, die den Ausbau erschweren. Vor allem das Repowering sollte vorangetrieben werden: Dadurch wird das Landschaftsbild nicht weiter beeinträchtigt, die Energieleistung steigt durch effizientere neue Modelle aber trotzdem.