Mehr Leistung für Mindestlohn

Über Konsequenzen der Besoldungsreform für Gemeinden.

Erstellt am 19. August 2021 | 02:45

106 der 171 burgenländischen Gemeinden haben sich bis dato entschlossen, ihre Bediensteten nach dem neuen Besoldungsschema zu entlohnen und somit einen Mindestlohn von 1700 Euro netto zu bezahlen. Den Beschlüssen in den Gemeinderatssitzungen gehen nicht selten lange Diskussionen voraus. Meistens geht es in den Debatten darum, ob das neue Schema gerechter ist als das alte. So auch zuletzt in Parndorf, wo man sich letztendlich doch mit einer starken Mehrheit für den Umstieg in das neue Besoldungssystem entschlossen hat.

Als Arbeitgeber werden die Gemeinden somit sicher attraktiver. Klar ist aber auch, dass sich das Anforderungsprofil für den Mitarbeiter durch den höheren Mindestlohn verändern wird. Schließlich wollen die Gemeinden für ihr Geld auch eine dementsprechende Leistung zurückbekommen und werden bei der Auswahl ihrer Mitarbeiter künftig wohl wählerischer werden. Für niedriger qualifiziertes Personal wird es jedenfalls noch schwieriger, eine Arbeitsstelle zu finden.