Meisterlich aus der Liga gestürzt. Martin Plattensteiner über den Abstieg des UFC Sankt Georgen aus der 2. Liga Nord.

Von Martin Plattensteiner. Erstellt am 15. Juni 2017 (05:00)

Als selbsternannter Titelkandidat gestartet, mit Bomben und Granaten abgestiegen – verkehrte Welt in Sankt Georgen. Als im Winter der große Schnitt aus finanziellen Gründen getätigt werden musste, vertrauten die Vereinsbosse dem Projekt von (Ex-)Laufguru Rolf Meixner.

Ein Star, der auch als Co-Trainer fungiert (Ex-Profi Lukas Mössner), sollte die junge und hungrige Rasselbande führen, entwickeln und in der Liga halten. Das mit dem Klassenerhalt hat nicht geklappt. Am letzten Spieltag unterlag man im direkten Duell dem SC Apetlon. Nur – man steigt nicht an einem Tag ab. Schon im Herbst versemmelte man, als noch sogenannte Stars im Georgistadion aufliefen, einige wichtige Partien.

Meixner schaffte es, den Kader bei Laune zu halten. Herausgekommen ist der Beweis, dass es in dieser Klasse nur mit jungen Spielern alleine auch nicht geht. Zu grün hinter den Ohren agierte die Defensive, im Spielaufbau gab es eklatante Schwächen und im Sturm stand Oldboy Mössner alleine. Apetlon erzielte beispielsweise in der Rückrunde nie mehr als einen Treffer – gegen die Schurldorfer aber gleich drei. Konstant aufstellen konnte (oder wollte) Meixner auch nicht. Rochaden standen auf der Tagesordnung. Nun rochiert man eine Liga nach unten. Vielleicht wachsen die UFC-Buam ja dort zusammen.