Minusbringer kann Vorbild sein. Birgit Böhm-Ritter über eine sinnvolle Investition im Tourismus.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 06. Februar 2019 (04:58)

Statistiken reichen nicht aus, um dem Tourismus einen Schubs zu geben, aber blickt man ein bisschen tiefer hinter die Zahlen, so können diese doch Aufschluss über eine Entwicklung geben. Dass der Tourismus in unserer Region ausbaufähig ist, predigen Experten beinahe in der Dauerschleife.

Wie dünn die Tourismusstrukturen hierzulande sind, zeigen die Zahlen der Tourismusstatistik 2018 schwarz auf weiß. Als einziges Bundesland kann das Burgenland keine Zuwächse gegenüber 2017 verzeichnen, sondern fährt ein Minus von 1,4 Prozent ein. Zu einem großen Teil verantwortlich dafür ist die Region Neusiedler See mit einem Minus von 1,2 Prozent an Übernachtungen. Ein Ausfall eines einzigen größeren Hotels bringt die Tourismusstatistik gleich einmal ins Wanken.

19.000 Übernachtungen weniger zählte man um den See. In großen Tourismusregionen in Tirol oder Salzburg fällt ein Hotel weniger wohl nicht ins Gewicht, bei uns allerdings schon. Und zwar nicht nur in der Statistik, sondern auch in der regionalen Wirtschaft. Positiv ist allerdings, dass jenes Hotel modernisiert wird. Das Kurhotel Marienkron wird ab April 2019 wieder viele tausende Gäste beherbergen und könnte als Impuls und Vorbild für andere Unterkünfte wirken.