Mut gehört belohnt. Über Frust und Motivation in der Gastro-Szene

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 04. Februar 2021 (04:11)

Der Handel und die Schulen dürfen sich ab nächster Woche über die vorsichtigen Öffnungsschritte aus dem Lockdown freuen, für die heimischen Wirte heißt es weiterhin warten. Angesichts der stagnierenden Infektionszahlen keine Überraschung. Auch die Gastro-Szene war darauf eingestellt, dass eine Öffnung der Lokale noch kein Thema in den Überlegungen der Bundesregierung sein wird. Der Frust ist deswegen allerdings nicht kleiner. Die erlaubten Abhol- und Lieferservices sind zwar ein – überspitzt formuliert – netter Zeitvertreib, für die meisten Gastronomieunternehmen aber kein finanziell gewinnbringender. Natürlich bleibt man so mit den Gästen in Kontakt. Kundenbindung steht im Vordergrund, damit man als Lokal einfach in Erinnerung bleibt: für bessere Zeiten. Wenn man sich im Wirtshaus wieder zu einem geselligen Essen treffen kann.

Im Angesicht dieser Situation ist es umso bemerkenswerter, dass die Gastronomen auch neue Projekte starten. Roman Kiaba hat im vergangenen Sommer sein Bistro in Gols eröffnet und Jörg Gebauer startet mit seiner Familie ein neues Heurigen-Konzept in Neusiedl am See, sobald es die Situation erlaubt. Hoffentlich kann dieser Mut bald belohnt werden. Helfen wir also mit, das Infektionsgeschehen einzudämmen, damit wir uns bald wieder im Wirtshaus zuprosten können.