Nun ist mehr Kreativität gefordert. Birgit Böhm-Ritter über regionale Unterschiede beim Impfwille

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 05. August 2021 (03:10)

Mehr als die Hälfte der Österreicher ist bereits gegen das Corona-Virus geimpft. Der Bezirk Neusiedl am See liegt in Sachen Impfrate mit 66 Prozent weit über dem Bundesschnitt. Innerhalb des Bezirks gibt es aber große regionale Unterschiede. Bis zu 70 Prozent Vollimunisierung verzeichnen Gemeinden rund um den Neusiedler See. In den Gemeinden auf der Parndorfer Platte dürfte die Impfaktion skeptischer wahrgenommen werden. Hier liegt die Impfrate auf rund 55 Prozent, in der nördlichsten Gemeinde des Bezirks, in Kittsee, gar auf 38 Prozent. Zu sagen, hier sind die Impfgegner und Coronaleugner zu Hause wäre zu einfach und wohl weit gefehlt.

Ein naheliegender Grund für die regionalen Schwankungen sind aber sicherlich die Unterschiede in der Bevölkerungsstruktur. Dort wo es viele junge Familien, also viele Kinder gibt, ist die Impfrate naturgemäß niedriger, können doch Kinder bis 12 Jahren gar nicht geimpft werden. Was aber auch klar sein dürfte: niederschwellige Impfangebote erhöhen den Impfwillen. Hier müssen Land und Gemeinden künftig vielleicht auch etwas mehr Kreativität zeigen. Andere haben es bereits vorgezeigt: Vom Impfschiff bis zur Bratwürstlaktion.