Ortsbild leidet unter Sparstift. Birgit Böhm-Ritter über eine angespannte Situation im Bauhof.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 12. September 2018 (09:47)

Die Sparmaßnahmen der vergangenen Jahre führten zu teils stark verdünnten Strukturen in der Verwaltung der Bezirkshauptstadt. Besonders betroffen ist der Bauhof. In Spitzenzeiten gab es 25 Mitarbeiter, derzeit sind es lediglich 19 Vollzeitbeschäftigte und ein Teilzeitbeschäftigter. Zwei davon sind saisonal angestellt. Ab Oktober kümmern sich nur mehr 17,5 Personen um die Stadt.

Zum Vergleich: In Mattersburg sind es 29,5, in Oberwart gar 38 Mitarbeiter am Bauhof. Ähnlich dünn sieht die Situation des Fuhrparks aus. 19 Fahrzeuge, inklusive Anhänger stehen den Gemeindearbeitern zur Verfügung, in Mattersburg sind es 24 und in Oberwart 31. Das Neusiedler Ortsbild leidet.

Mit dem Gießen der Grünflächen kommen die Mitarbeiter kaum nach und das, obwohl es ohnehin kaum mehr Blumenschmuck gibt. Auch der ist dem Sparstift zum Opfer gefallen. Nun ringt Neusiedls Bauhofleitung um einen Unimog, ein Universal-Motor-Gerät von Mercedes. Kein zusätzliches Fahrzeug, sondern ein defekter Unimog soll ausgetauscht werden. Die Mitarbeiter wünschen sich den „Rolls Royce“ dieser Kategorie. Verständlich angesichts der Situation im Bauhof. Gespart werden muss aber weiterhin.