Partizipation in der Stadtplanung. Über Bürgerbeteiligung in Neusiedl am See.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 24. April 2019 (04:29)

Die Aufgabe von Politikern ist es, mit dem Ohr ganz nah am Volk zu sein, Stimmungen auszuloten, dessen Anliegen zu erkennen und bestmöglich umzusetzen. Für Lokalpolitiker ist es vergleichsweise noch einfach, sich bei „ihrer“ Bevölkerung nach ihren Problemen und Wünschen umzuhören, trotzdem gelingt es nicht immer, bürgernah Politik zu machen. Neusiedl am See hat sich nun entschlossen, seine Entwicklung für das kommende Jahrzehnt nicht allein den Politikern zu überlassen.

Die Bürger sollen im Rahmen eines neutral begleiteten Bürgerbeteiligungsprozesses eingebunden werden und mitbestimmen dürfen, wie „ihr“ Neusiedl am See sich bis 2030 entwickeln soll. Wie genau die Einbindung der Bevölkerung vonstattengehen soll, ist noch nicht bekannt. Klar ist: Es darf dabei nicht bloß darum gehen, über vorgelegte Konzepte abzustimmen.

Die Bürger müssen aktiv die Möglichkeit bekommen mitzugestalten, ihre Ideen und Wünsche darzulegen und sie müssen – das ist wahrscheinlich das Wichtigste – das Gefühl haben, dass ihre Anliegen ernst genommen und bei Möglichkeit umgesetzt werden. Dann könnte Bürgerbeteiligung auch in Neusiedl am See ein Erfolgsrezept werden.